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So viele Diesel-Fahrzeuge gibt es in Dortmund

Übersicht

Jahrelang sollen sich Autohersteller wie VW, Audi und Daimler abgesprochen haben. Dank Software hielten ihre Diesel-Autos auf dem Prüfstand die Abgas-Grenzwerte ein - auf der Straße pusteten sie mehr aus. Darum geht‘s beim Diesel-Skandal. Wenn die Händler nun mit Rabatten locken, damit Kunden neue Modelle kaufen, stellt sich auch für Dortmund die Frage: Wie viele Diesel-Fahrzeuge sind überhaupt unterwegs?

DORTMUND

, 12.08.2017 / Lesedauer: 3 min
So viele Diesel-Fahrzeuge gibt es in Dortmund

Nur mit grüner Plakette darf man in die Dortmunder Innenstadt.

Im August 2017 sind in Dortmund 98.110 Diesel-Fahrzeuge, davon 80.470 Autos, gemeldet. Das sind deutlich mehr Autos, LKW und Busse als beispielsweise noch 2013, damals gab es 83.895 Diesel-Fahrzeuge in Dortmund. Auch die Zahl der Benziner in Dortmund ist gestiegen, 199.870 registriert die Zulassungsstelle aktuell – die allermeisten sind Autos. 

Womöglich noch zusammen auf dem Friedensplatz parken könnten die in Dortmund registrierten Elektro-Fahrzeuge, 215 an der Zahl (173 Autos). Es sind zwar mehr als 2013 (85), aber eben auch nicht so richtig viele. Der E-Durchbruch ist noch nicht geschafft. Deshalb, aber auch als Konsequenz aus dem Diesel-Skandal fordert nun SPD-Chef und Kanzlerkandidat Martin Schulz die Einführung einer Quote für Elektroautos in Europa.

Diskussion um Luftverschmutzung in Städten 

Aber zurück zu den Diesel-Fahrzeugen, die ja im Zentrum der Diskussion um Luftverschmutzung in Städten stehen respektive fahren. Eine Frage ist, wie viele der 91.894 Diesel-Fahrzeuge mit grüner Plakette in Dortmund welche Abgasnorm erfüllen. Mehr Stickstoffdioxid ausstoßende Diesel-Fahrzeuge der älteren Norm Euro-4 tragen ja ebenso die grüne Umweltplakette wie jüngere Euro-5-Diesel und neue Euro-6-Diesel.

Auf Anfrage teilt die Stadt jedoch mit, keine Daten liefern zu können, wie viele Fahrzeuge welcher Norm es in Dortmund gibt. Ein Stadtsprecher: „Eine Auswertung des Bestandes wäre sehr aufwendig, da es unterhalb der Euro-Normen noch sehr unterschiedliche Schlüssel gibt.“

Wirtschaftlich nicht zumutbar

Bundesweit machten zum 1. Januar 2017 laut Kraftfahrtbundesamt PKW (Diesel und Benziner) mit Euro-4-Norm mit 33,2 Prozent den größten Anteil aus. 29,4 aller PKW erreichten die Euro-5-Norm, 13,4 Prozent die Emissionsklasse Euro 6. Es sind – von 638 Benzinern ohne Plakette abgesehen – in Dortmund ausschließlich Diesel-Fahrzeuge, die keine, eine rote oder eine gelbe Plakette haben. Sie dürfen grundsätzlich nicht in die Umweltzone einfahren, die weite Teile Dortmunds umfasst. Das geht nur mit grüner Plakette. Ausnahmen gibt es teilweise für Gewerbebetriebe sowie Privatleute, wenn die Neuanschaffung eines Fahrzeugs wirtschaftlich nicht zumutbar ist.

Wer heute ohne Ausnahmegenehmigung mit einem Fahrzeug ohne oder nur mit roter oder gelber Plakette in die Umweltzone fährt, riskiert ein Bußgeld. 14.913 Bußgeldbescheide hat die Stadt seit 1. Januar 2012 erlassen, als die Umweltzone eingeführt wurde. Zunächst waren nur Fahrzeuge ohne Plakette ausgeschlossen, seit 2013 auch jene mit roter, seit 2014 auch die mit gelber Plakette. Bei vielen Verstößen, teilt die Stadt mit, handele es sich nur um Formalverstöße.

Beispiele: Die grüne Plakette eines Autos ist nicht leserlich, oder es ist das falsche Kennzeichen eingetragen. Bußgeld: 40 Euro. Wer mit einem Auto ohne, mit roter oder gelber Plakette in der Umweltzone erwischt wird, muss 80 Euro Bußgeld zahlen, zuzüglich 28,50 Gebühren. 

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