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Sonderbeauftragter für Toleranz

DORTMUND Mit einem prominenten Aushängeschild will die Stadt den "Aktionsplan für Vielfalt, Tolereranz und Demokratrie - gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus" voranbringen: Der frühere Vorstandsvorsitzende der Vereinigten Kirchenkreise, Hartmut Anders-Hoepgen, übernimmt dafür die Rolle des ehrenamtlichen Sonderbeauftragten.

von Von Oliver Volmerich

, 06.12.2007
Sonderbeauftragter für Toleranz

Hartmut Anders-Hoepgen übernimmt die Rolle des Sonderbeauftragten für den lokalen Aktionsplan für Vielfalt, Toleranz und Demokratie.

„Wir arbeiten nicht gegen, sondern für etwas“, hebt Anders-Hoepgen mit Blick auf den Titel des Aktionsplans "für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“ hervor. Doch klar ist, dass der Blick sich vor allem auf rechte Umtriebe in der Stadt richtet.

„Das Wiederaufkeimen von nationalsozialistischem Gedankengut und Fremdenfeindlichkeit macht mir große Sorge“, begründet der 63-Jährige, der Anfang November als Kirchenmann offiziell in den Ruhestand getreten ist, sein Engagement. „Dieses Thema liegt mir sehr am Herzen.“ Nicht zuletzt spielt dabei auch die eigene Geschichte der eigenen Familie eine Rolle, die unter Krieg und Nationalsozialismus gelitten hat. Ähnlich wie bei Uwe Büscher, der dem Sonderbeauftragten künftig als Verwaltungsmann zur Seite steht und u.a. den vom Rat beschlossenen Aktionsfonds mit 100 000 Euro pro Jahr verwalten wird.

Gemeinsam haben sich Anders-Hoepgen und Büscher nun erst einmal eine Bestandsaufnahme und Analyse vorgenommen, bevor der Aktionsplan erarbeitet und mit Leben gefüllt wird. Dabei will der Sonderbeauftragte Gespräche mit Politik und gesellschaftlichen Gruppen führen. „Wir müssen mit dem Thema mehr in die Breite gehen – etwa auch in den Kinder- und Jugendbereich“, erklärt Anders-Hoepgen. Dazu gehört auch eine feste Anlaufstelle im Rathaus, kündigte OB Langemeyer gestern an. Der Sonderbeauftragte soll Ansprechpartner für alle Bürger sein.

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