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Sparkasse und Awo ziehen 2020 in einen Neubau

Stadtplanung

Der Gebäudekomplex an der Husener Straße/Ecke Kühlkamp wird abgerissen und weicht einem Neubau mit Praxen und Wohnungen. Dort sollen dann auch die Sparkasse und die Awo Husen unterkommen.

Husen

, 03.09.2018
Sparkasse und Awo ziehen 2020 in einen Neubau

Diesen Entwurf hat das Architekturbüro Schamp & Schmalöer für das neue Gebäude an der Husener Straße/Ecke Kühlkamp vorgelegt. Grafik Schamp & Schmalöer

Der Kurler Immobilienbesitzer Alexander König hat weitere Pläne für Husen. Er möchte den Komplex an der Ecke Husener Straße/Kühlkamp, in dem die Sparkasse und die AWO untergebracht sind, abreißen lassen. Stattdessen soll ein moderner Neubau entstehen, in dem beide Einrichtungen auch in Zukunft ihre Bleibe finden.

Den Bauantrag habe König im Juli dieses Jahres bei der Stadt eingereicht. Jetzt komme es darauf an, wann die Genehmigung erfolge. Er rechne derzeit damit, dass die Arbeiten im Mai oder Juni 2019 beginnen können.

Kein Zwischenumzug für Awo und Sparkasse

Das Besondere daran: Während der Bauarbeiten müssen weder Sparkasse noch Awo für eine Übergangszeit umziehen. Es werde in einem ersten Bauabschnitt zunächst nur ein Teil des bestehenden Gebäudeensembles abgerissen und durch einen Neubau ersetzt – nicht aber der Teil, den Sparkasse und Awo derzeit nutzen.

Erst wenn der erste Bauabschnitt fertiggestellt ist, erfolgt der Umzug in den Neubau. Das könnte Mitte 2020 der Fall sein. Umziehen muss allerdings der Hörgeräteakustiker „Die Hörbiene“ die derzeit im vorderen Teil des Gebäudes untergebracht ist – eben jenem Teil, der abgerissen wird.

Erdgeschoss plus zwei weitere Geschosse

Der Neubau soll aus einem Erdgeschoss und zwei Geschossen darüber bestehen, wie auf der Grafik oben zu sehen ist. Während im Erdgeschoss Sparkasse und Awo untergebracht sind, soll im ersten Geschoss eine Praxis einziehen. In der zweiten Etage sollen fünf unterschiedlich große Wohnungen (zwischen 55 und 130 Quadratmetern) Platz finden. Die werden seniorengerecht und barrierefrei sein. Ein Fahrstuhl wird auch eingebaut.

Und erst danach, also wenn Sparkasse und Awo in den Neubau gezogen sind, werden auch die Gebäudeteile abgerissen, die die beiden Institutionen jetzt nutzen. An dieser Stelle sollen weitere Wohnung entstehen – etwas, das Dortmund angesichts der gegenwärtigen Wohnungsknappheit dringend brauche. Aber das sei noch Zukunftsmusik, sagt König. Vor 2022 sei hier nicht mit einer Fertigstellung zu rechnen.

„Städtebauliche Katastrophe“

„In ihrer jetzigen Form sind die Häuser nicht nur eine städtebauliche Katastrophe“, sagt König, „sondern auch energetisch vollkommen überholt“.

Der Neubau werde architektonisch eine Bereicherung für Husen – geplant übrigens vom Architekturbüro Schamp & Schmalöer, mit dem König schon mehrmals zusammengearbeitet hat. Im Innenraum des neuen Gebäudeensembles ist eine parkähnliche Fläche geplant.

Zukunfts-Investition

Sparkassensprecherin Sophie Donat sieht die Umzugspläne der Husener Filiale in modernere Räume als „Investition in die Zukunft“.

Die Sparkasse werde auch weiterhin auf die individuellen Bedürfnisse vor Ort eingehen können. In der Zweigstelle Husen arbeiten sechs Mitarbeiter, drei davon allerdings in Teilzeit. Hinzu kommen ein bis zwei Azubis.

Für den Neubauteil, den die Awo nutzen wird, ist unter anderem ein großer Mehrzwecksaal geplant.

Alexander König ist derzeit auch damit befasst, das ehemalige Sacré Coeur an der Husener Straße 54 von Grund auf zu sanieren. Neben dem Sacré Coeur, an der Husener Straße 52, hat König im vorigen Jahr einen Neubau – ebenfalls mit Wohnungen – errichtet, in den unter anderem die Volksbank gezogen ist. In Kurl an der Werimboldstraße hat er vor drei Jahren das alte Pfarrhaus saniert, um daraus ein Heim für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge zu machen (wir berichteten).
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