Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

St. Reinoldi sucht Retter für Sanierung

DORTMUND Schon der Wiederaufbau nach dem Krieg wurde mit Hilfe der Dortmunder Bürger gestemmt. Und so soll es jetzt auch bei der dringend nötigen Sanierung der Stadtkirche sein. Die Aktion "Rettet Reinoldi" will dazu mindestens 3 Mio. Euro sammeln.

16.09.2008
St. Reinoldi sucht Retter für Sanierung

Wollen Reinoldi retten: Prof. Dr. Thomas Schilp, Jürgen Wallinda-Zilla, Pfarrer Ulrich Dröge, Pfarrer Michael Küstermann, Prof. Günther Rager und Armin Hingst.

Es ist eine ungewöhnliche Allianz aus Theologen, einem Historiker und Medienfachleuten, die die Initiative startet. "Wir wollen ein Bewusstsein für das Kleinod St. Reinoldi schaffen. Das ist eine echte Marketing-Aufgabe", erklärt Armin Hingst von der Gestaltmanufaktur das Anliegen. Das Problem liegt auf der Hand: "Pro Jahr haben wir 40000 Euro aus Kirchensteuer-Mitteln für die Bauunterhaltung zur Verfügung. Wir geben aber schon jetzt mehr als 100.000 Euro dafür aus", erklärt Paul-Gehard Stamm, Superintendent des Kirchenkreises Mitte-Nordost. Und das reicht nur für das Nötigste. Um die erforderliche Sanierung von Turm, Fassade und historischen Fenstern zu finanzieren, sind mindestens 3 Mio. Euro nötig. 600.000 Euro für die Turm-Sanierung, die in wenigen Wochen startet, hat inzwischen die Kirche selbst bereit gestellt. Ein Gerüst um den Turm schützt bereits die City-Passanten vor möglicherweise herunterfallenden Steinbrocken der bröckelnden Fassade. "Alles andere übersteigt aber unsere finanziellen Kräfte", weiß Stamm. Helfen soll hier die Initiative "Rettet Reinoldi", die mit vielen verschiedenen Aktionen Aufmerksamkeit schaffen und Spenden sammeln will. Für 100 Euro kann man beispielsweise einen symbolischen Wiederaufbau-Stein kaufen und sich einen Eintrag im öffentlichen Register der Unterstützer sichern.   Zu den ersten Aktionen des Initiativkreises gehört ein mit Unterstützung der Ruhr Nachrichten gedrucktes Faltblatt, das über St. Reinoldi und die nötige Sanierung informiert. Und die Initiatoren sind sich sicher, dass sie damit die nötige Resonanz finden. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Dortmunder Bürger ihr Wahrzeichen verfallen lassen", glaubt Prof. Günther Rager vom media consulting team. Sein Wunsch: "Es wäre doch schön, wenn im Kulturhauptstadt-Jahr 2010 an St. Reinoldi kein Gerüst mehr haben."

 

Lesen Sie jetzt