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Stadt zersägt 10.000-Euro-Baumschmuck der Thier-Galerie

Bei Robinien-Fällung

Die gefällte Robinie im Kreisverkehr an der Silberstraße macht der Thier-Galerie Ärger: Bürger beschimpfen das Einkaufszentrum in Briefen als "Baummörder" - dabei hat die Thier-Galerie gar nichts mit der Fällung des großen Baums zu tun. Vielmehr gehört die Thier-Galerie selbst zu den Geschädigten.

DORTMUND

, 19.09.2017

Tiefe Risse im Holz und morsche Stellen: Die Stadt hat am vergangenen Donnerstag die mächtige Robinie auf der Silberstraße gefällt, um die Gefahr durch herabstürzende Äste oder ein Umstürzen des Baums zu verhindern. 

Folgen hat das nicht nur für den Baum selbst, sondern auch für die Thier-Galerie. Denn Bürger machen das Einkaufszentrum dafür verantwortlich, dass der Baum gefällt worden ist. Allerdings: Center-Managerin Heike Marzen hat die Fällung nicht veranlasst, weil der Baum der Thier-Galerie nicht gehört – und vom Abholzen der Robinie erst über die Facebook-Seite der Ruhr Nachrichten erfahren. „Ich habe unseren Haustechniker gebeten, sofort nachzusehen und zu retten, was zu retten ist. Aber da war es schon zu spät“, sagte Heike Marzen am Montag.

10.000-Euro-Baumschmuck wurde zersägt

Da hatten Bürger bereits böse Briefe an die Thier-Galerie geschickt und die Mitarbeiter als „Baummörder“ bezeichnet. Sie hätten „weder Umweltsinn noch Anstand“, man werde sich immer „daran erinnern, wer den Baum auf dem Gewissen habe“.

Irritiert war Heike Marzen auch über die Stadt Dortmund, die das Einkaufszentrum nicht informiert hatte. Denn die Citry-Marketinggesellschaft der Stadt hatte die Thier-Galerie gebeten, die Robinie in der Weihnachtszeit zu illuminieren. 10 000 Euro investierte die Galerie – der Baumschmuck wurde vor den Fällarbeiten nicht demontiert und von den Motorsägen zerlegt.

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