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Standortsuche für Asyl-Einrichtung

Umzug geplant

Die Politik sieht den geplanten Umzug der Erstaufnahme-Einrichtung für Asylbewerber vom Westfalendamm nach Hacheney nicht ohne Skepsis.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 20.08.2010
Standortsuche für Asyl-Einrichtung

An der Glückaufsegenstraße in Hacheney sollen bald Flüchtlinge untergebracht werden.

„Da sind noch einige Fragen offen“, reagierte die SPD-Ratsfraktion am Donnerstag auf den geplanten Standortwechsel. Die Stadt hat hat bald frei werdenden Gebäude des Internats für Gehörlose an der Glückaufsegenstraße in Hacheney als neuen Standort für die zentrale Asyl-Bewerber-Unterkunft des Landes ins Auge gefasst und führt Gespräche mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) als Eigentümer.

Bei Anwohnern stoßen die Pläne allerdings auf Bedenken. Amt soll mit umziehen Ordnungsdezernent Wilhelm Steitz soll deshalb nach dem Willen der SPD-Fraktion u.a. erklären, wie er eine schnelle Akzeptanz der Einrichtung in Hacheney sicherstellen will und welche Alternativstandorte geprüft wurden. „Wir erwarten ein tragfähiges Konzept für die Flüchtlinge einerseits und die angrenzenden Wohngebiete andererseits, egal wo die Erstaufnahme letztendlich angesiedelt wird“, erklärt Dirk Goosmann als ordnungspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion und fordert von Steitz einen Bericht zur nächsten Sitzung des Ordnungsausschusses.

Überlegt wird auch, die Niederlassung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, das die Asylanträge bearbeitet, mit 110 Mitarbeitern von der Huckarder Straße nach Hacheney zu verlegen. Sorgen bereitet der Politik der enge Zeitplan: Der Mietvertrag für die alten Kasernengebäude am Westfalendamm wurde von der Stadtkrone Ost-Entwicklungsgesellschaft zum Jahresende gekündigt. Dort hat man bereits Interessenten für eine neue Nutzung der Fläche. „Der Abbruchantrag soll in der nächsten Woche raus,“ erklärt Ludger Schürholz von der Stadtkrone Ost-Entwicklungsgesellschaft.

Selbst wenn die Verhandlungen mit dem LWL zur Übernahme der Gebäude in Hacheney erfolgreich beendet werden, sei der Räumungszeitplan bis zum 31. Dezember wohl kaum zu halten, fürchtet Goosmann. „Da wird mindestens ein Übergangsszenario erforderlich.“ 

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