Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Starkoch und Extremsportler waren zu Gast an der Reinoldikirche

5. „Veggie Street Day“

Vegetarier und Tierfreunde sind sich einig. Ein Leben ohne tierische Produkte ist möglich. Den Beweis lieferte der „Veggie Street Day“ am Samstag vor der Reinoldikirche.

DORTMUND

von Von Heike Thelen

, 15.08.2010
Starkoch und Extremsportler waren zu Gast an der Reinoldikirche

Beim »Veggie«-Tag vor der Reinoldikirche gab es Gesundes zum Probieren.

Die ausgelassene Stimmung und der Spaß am fleisch-, milch- und eierfreien Essen waren ansteckend: Zahlreiche Passanten streiften über den Markt mit 50 Info- und Verkaufsständen. Und während sich vor dem fleischlosen Genuss von Cheeseburger, Veggie-Döner, Veggie-Currywurst, Seitan-Schaschlik und Seitan-Nuggets lange Schlangen bildeten, warteten leere Tische und Stühle vor der gegenüberliegenden Bratklopsbräterei vergebens auf hungrige Fleischesser. Der Vegetarierbund und der Verein der Tierfreunde hatten ihren bundesweiten Aktionstag, den sie zum 5. Mal in Dortmund feierten, unter das Motto „Aus Freude am Leben“ gestellt. Das Bühnenprogramm mit Koch-Show, Interviews, Musik, Bauchtanzgruppe und Bodybuildern sowie gut gelaunte Besucher füllten den Slogan mit Leben.

„Veganes Leben ist für mich der Lifestyle, mit dem ich mich wohlfühle. So bin ich meine Akne losgeworden und habe überflüssige Kilos verloren“, parlierte Vegan-Starkoch Attila Hildmann gut gelaunt, während er auf der Bühne vegane Bananen-Pfannkuchen brutzelte. Extrem-Triathlet Arnold Wiegand gab ein durchtrainiertes Beispiel, dass man auch ohne tierische Eiweiße extreme Leistungen im Ausdauersport vollbringen kann: Vor zwei Wochen hat der Rohkost-Veganer einen Dreifach-Ironman mit 11 Kilometer Schwimmen, 540 Kilometer Radfahren und 126 Kilometer Laufen absolviert. Ein Einblick in seinen Speiseplan: morgens Obst, mittags Salat mit mariniertem Gemüse oder Pilzen, nachmittags Obst oder Nüsse, abends Rohkost, Müsli oder Salat. Aber auch der Kampf für Tierrechte kam nicht zu kurz. So berichteten Mitglieder einer Aktionsgruppe von ihrer jüngsten Schlachthofbesetzung, und an zahlreichen Info-Ständen füllten sich seitenweise Unterschriftenlisten gegen Pelzhandel und Tier-Misshandlung.

Lesen Sie jetzt