Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Startklar für die Abfuhr

DORTMUND Reibungslos soll alles laufen, verspricht die Entsorgung Dortmund (EDG). Denn für sie bzw. die Unternehmenstochter Welge steht mit dem Jahreswechsel eine zusätzliche Aufgabe ins Haus. Der EDG-Ableger übernimmt dann erneut die Leerung der Gelben Tonnen in Dortmund. 40 neue Mitarbeiter wurden dafür eingestellt, die seit Anfang Dezember für den Einsatz geschult werden.

von Von Oliver Volmerich

, 28.12.2007

Ab Mittwoch rollt die kleine Armada dann durch die Stadt und wuchtet Gelbe Tonnen vor die Ladeluken der Mülllaster. Eigentlich Alltag auf Dortmunds Straßen. Für die 40 Männer in Diensten der EDG-Tochter Welge allerdings Neuland. „Die Jungs sind alle neu“, erklärt Eberhard Koch, stellvertretender Betriebsleiter bei Welge. Was nicht heißt, dass sie völlig unbedarft ihren Dienst antreten. Im Gegenteil: Schon seit Anfang Dezember läuft die Vorbereitung auf den Einsatz. Es gab Probefahrten, Sicherheitseinweisungen und ausführliches Kartenstudium. „Wir wollen nicht bei Null anfangen. Es soll Anfang Januar gleich flüssig laufen“, erklärt Koch den besonderen Aufwand.

Bei den „Jungs“ kommt das trotz aller Theorie gut an. „Es ist eine gute Sache, dass wir uns so gut vorbereiten können“, stellt Udo Simon (47) fest, der künftig mit Hans-Jörg Hösler (47) und Julian Broczio (20) auf Tour geht. Als Team 531. Donnerstags zum Beispiel in Derne. 44329 steht auf der Karte. Und auf der kleinen roten Mappe, die daneben liegt. Dem Revierbuch. Hier sind alle Gelben Tonnen, alle Standorte verzeichnet. Es gibt rote Bücher und grüne Bücher – für die ungeraden und geraden Kalenderwochen. „Die müssen jetzt alle gelernt werden,“ erklärt Koch.

Quer durch die Stadt

Doch es bleibt nicht beim Kartenstudium. Die insgesamt zwölf Teams haben auch schon ihre Strecken abgefahren. Immerhin geht es jeden Tag in einen anderen Teil der Stadt. „Erst nach Mengede, dann nach Berghofen“, erklärt Hösler, der zuletzt als Asbestsanierer bei der EDG-Tochter Domig gearbeitet hat. Und an einem Tag geht die Tour auch in die Innenstadt. Da ist es besonders kompliziert. „Wenn wir am Ostenhellweg leeren, müssen wir schon um 8 Uhr fertig sein. Danach geht da nichts mehr“, weiß Udo Simon.

Aber auch in Einfamilienhaus-Siedlungen oder Gewerbegebieten muss man wissen, wo die Tonnen stehen. Wertvolle Tipps gab es dazu von erfahrenen Welge-Kollegen, die jetzt etwa die blauen Papiertonnen leeren. Oder auch von den künftigen Kunden. „Viele Leute sagen: Wir sind froh, dass die EDG wieder die Gelben Tonnen leert“, freut sich Julian Broczio, gelernter Maurer und mit 20 Jahren der jüngste im Team, über den Zuspruch bei der ersten Kontaktaufnahme vor Ort.

Zwei Jahre Pause

Denn die private Konkurrenz hatte mit oft ortsunerfahrenen Leuten nicht nur am Anfang des DSD-Einsatzes Probleme. „Wir waren neulich bei einer Firma, wo die gelben Tonnen seit zwei Jahren nicht mehr geleert wurden“, erzählt Broczio. Die Welge-Leute wollen es besser machen. Und freuen sich schon auf ihren Einsatz. Entsprechend gespannt ist man auf den Jahresanfang. „Es kribbelt schon in den Händen“, verkündet Udo Simon. „Wir wollen jetzt ran an die Tonnen.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt