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Terrorverdacht gegen 23-jährige Frau

Wohnung durchsucht

14 Verdächtige in mehreren deutschen Städten: Ein vom Landeskriminalamt in Thüringen geführter Anti-Terroreinsatz führte am Dienstag auch nach Dortmund. Die Polizei durchsuchte die Wohnung einer 23-jährigen Frau.

DORTMUND

, 25.10.2016

Ein Anti-Terror-Einsatz des Landeskriminalamtes (LKA) Thüringen führte am Dienstag (25.10.2016) auch nach Dortmund. Die Polizei durchsuchte die Wohnung einer 23-jährigen Frau, die 2013 mit 13 weiteren Personen, die heute unter Terrorverdacht stehen, als Asylbewerberin in die Bundesrepublik Deutschland eingereist ist. Kriminalhauptkommissarin Tina Büchner sagte, dass die Frau aus Russland stammt und, wie ihre mutmaßlichen Komplizen, zur Gruppe der Tschetschenen gehört. Wo genau in Dortmund die Polizei die Wohnung durchsuchte, wollte die LKA-Sprecherin aus taktischen Gründen nicht sagen. "Der Einsatz läuft noch. Wir sichern Beweise", sagte Tina Büchner. Über den Asylantrag der Verdächtigen habe das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge noch nicht entschieden.

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Das LKA wirft der Frau vor, für die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) Geld beschafft zu haben. Tina Büchner spricht von "Terrorfinanzierung". Ermittlungen nahm die Polizei in Thüringen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Gera bereits in der zweiten Jahreshälfte 2015 auf. Sie zielten zunächst auf einen 28-jährigen russischen Staatsbürger mit tschetschenischer Volkszugehörigkeit ab. "Anlass der Ermittlungen war der Verdacht, dass eine "schwere staats-gefährdende Gewalttat" vorbereitet wird, berichtete das LKA Thüringen.

Geld für den Islamischen Staat beschafft

Der Beschuldigte habe seine Ausreise nach Syrien geplant, um sich dem bewaffneten Kampf des IS anzuschließen. Die Ermittlungen zogen immer größere Kreise und führten schließlich auch nach Dortmund. Von hier aus soll die 23-jährige Frau Geld für den IS beschafft haben. Tschetschenen bilden in Herford (Ostwestfalen) einen Schwerpunkt. Nordrhein-Westfälischen Sicherheitsbehörden ist diese Gruppe bekannt. Ob die Tschetschenin weitere Komplizen in Dortmund hat, ist unserer Redaktion aktuell nicht bekannt. Das LKA Thüringen will im Laufe des Tages eine zweite Information zu den Einsätzen in Thüringen, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern veröffentlichen.

2015 hatte die Dortmunder Polizei den Islamisten Fahdi Rudolf S. in der südlichen Innenstadt festgenommen. Er war aus Syrien zurückgekehrt.

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