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Thyssen-Krupp plant Großinvestition - wohl 100 neue Arbeitsplätze auf der Westfalenhütte

Westfalenhütte

Thyssen-Krupp-Steel plant den Bau einer neuen Feuerbeschichtungsanlage für Stahlbleche auf der Westfalenhütte. Diese würde wohl rund 100 neue Arbeitsplätze nach sich ziehen.

von Fatima Talalini

Dortmund

, 13.08.2018
Thyssen-Krupp plant Großinvestition - wohl 100 neue Arbeitsplätze auf der Westfalenhütte

Thyssen-Krupp-Steel betreibt auf der Westfalenhütte bereits eine Feuerbeschichtungsanlage (das Gebäude mit den beiden Türmen in der Bildmitte). Nun ist der Bau einer zweiten Feuerbeschichtungsanlage geplant. © Oskar Neubauer (Archiv)

Thyssen-Krupp-Steel hat bei der Bezirksregierung Arnsberg am Samstag (11. 8.) einen Antrag auf Errichtung einer neuen Feuerbeschichtungsanlage auf der Westfalenhütte gestellt. Die Anlage würde neue Arbeitsplätze schaffen und den Standort Dortmund stärken.

„Darum kämpfe ich mit der Belegschaft seit Jahren“, sagt Thyssen-Krupp-Betriebsratschefin Sabine Birkenfeld auf Anfrage unserer Redaktion. Das Vorhaben scheint nun ein Stück näher gerückt zu sein. Den Antrag von Thyssen-Krupp-Steel für diese Großinvestition veröffentlichte die Bezirksregierung Arnsberg am Samstag. Der WDR hatte zuerst darüber berichtet.

Thyssen-Krupp-Steel verzinkt in Dortmund Stahlbleche

Die neue Feuerbeschichtungsanlage 10 soll direkt neben der bereits bestehenden Feuerbeschichtungsanlage 8 auf dem Gelände der Westfalenhütte errichtet werden. Damit würde die Kapazität des Werkes deutlich erhöht. In der 375 Meter langen und 90 Meter breiten Anlage sollen Bleche für die Auto-, die Bau- und die Hausgeräteindustrie feuerbeschichtet (verzinkt) werden.

Damit hätte sich der Standort Dortmund gegenüber Duisburg durchgesetzt. Beide Standorte stehen seit einiger Zeit für eine neue Feuerbeschichtungsanlage im Raum. „Wir haben in Dortmund gezeigt, dass wir das können, die Wahl für diesen Standort ist nur logisch“, so Birkenfeld. Derzeit gibt es am Standort Dortmund 1350 Beschäftigte.

Vorstand und Aufsichtsrat müssen noch zustimmen

Die Errichtung der Anlage 8, die seit 2001 in Betrieb ist, hat 128 Millionen Euro gekostet und rund 100 Arbeitsplätze geschaffen. Genaue Angaben zu Kosten und Arbeitsplätzen der Anlage 10 will Thyssen-Krupp-Steel zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht machen. Die neue, modernere Anlage dürfte aber kaum günstiger sein als die alte. Beim Betriebsrat rechnet man mit rund 100 neuen Arbeitsplätzen.

Aus Unternehmenskreisen heißt es, dass noch keine endgültige Entscheidung für den Standort Dortmund getroffen sei, da noch finale Gremienentscheidungen abgewartet werden müssten. Laut Betriebsrat seien das die Entscheidungen von Vorstand und Aufsichtsrat. Wenn die Thyssen-Krupp-Gremien und die Bezirksregierung Arnsberg zustimmen, soll der Bau noch Ende dieses Jahres beginnen. Ende 2020 könnte die Anlage dann in Betrieb gehen.

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