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Trampoline in Kleingärten werden verboten

Verbandsbeschluss

In Dortmunds Kleingärten droht Ärger um Trampoline und Kinderlärm. Der Stadtverband der Dortmunder Gartenvereine hat nämlich beschlossen, die Spielgeräte grundsätzlich zu verbieten. Erste Gärtner protestieren.

DORTMUND

, 21.03.2017
Trampoline in Kleingärten werden verboten

Ein Trampolin im Gartenverein Flora - bald wird dieses Bild der Vergangenheit angehören.

Im Hörder Kleingartenverein (KGV) „Flora“ ist bereits zu lesen, was in den nächsten Tagen alle 118 Vereine erfahren werden: „Trampoline jeder Art und Größe sind nicht gestattet“. Stadtverbandsvorsitzende Edelgard Möller bestätigte nun auf Anfrage, dass es einen entsprechenden Beschluss des Vorstands gibt.

„Das ist keine kleingärtnerische Nutzung. Außerdem ist die Unfallgefahr groß und es geht um Versicherungsfragen, falls Unbefugte die Trampoline nutzen“, sagt Edelgard Möller. Außerdem gebe es zunehmend Beschwerden über die Lärmbelästigung. „Kinderlachen und -weinen kann man nicht abstellen. Aber Getöse braucht man nicht“, sagt sie. Bereits 2014 hatte es nach einem Verbot eines Vereinsvorstands in Kley eine ähnliche Debatte gegeben. Jetzt gilt das Verbot stadtweit.

Auch Fußballspielen und Schwimmbecken

Ulrich Möller, „Flora“-Pächter und nicht verschwägert oder verwandt mit der Stadtverbands-Chefin, steht ein wenig fassungslos vor dem Aushang mit dem Trampolinverbot. „Wenn man so anfängt, dann müsste man auch Bobby-Cars und andere Spielzeuge verbieten, die Lärm machen“, sagt er.

Der dreifache Großvater verweist auf die Leitlinien des Bundesverbands der Kleingärtner, nach denen die Förderung der Naturbegeisterung  von Kindern ein ausdrückliches Ziel ist. Gerade in der Hörder Anlage gebe es aber kaum andere Angebote für Kinder. So seien die Trampoline weit verbreitet. Ulrich Möller wird vorerst „abwarten“ und sein Trampolin stehen lassen. „Bisher war das nie ein Thema. Ich frage mich, nach welchem Regelsystem hier entschieden wird.“

Mit den Hüpf-Geräten wird bei „Flora“ auch gleich das Fußballspielen untersagt, ebenso sind jetzt „übergroße Schwimmbecken“ verboten.

 „Wir sagen, was in den Anlagen passiert und was nicht“

Edelgard Möller sagt: „Wir erwarten, dass die Geräte abgebaut werden.“ Und betont: „Wir sagen, was in den Anlagen passiert und was nicht. Einer muss ja das Sagen haben.“ In Dortmund besteht laut Stadtsprecherin Heike Thelen ein „selbstverwaltetes Kleingartenwesen“.

Thelen: „Die Verwaltung und die Überwachung der Einhaltung der rechtlichen Vorgaben obliegen dem Stadtverband Dortmunder Gartenvereine in eigener Zuständigkeit.“ Das Bundeskleingartengesetz legt ein Verbot von Spielgeräten nicht ausdrücklich fest.

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