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Über 10.000 Besucher beim RN-Familientag

DORTMUND Mehr als 10.000 Besucher kamen am Sonntag nach Dorstfeld, um den offiziellen Start der neuen RN-Druckmaschinen zu feiern. Fünf Stunden lang erwartete die Gäste eine Mischung aus Information, Show und Unterhaltung.

von Von Hermann Beckfeld

, 24.08.2008

Alois Kühn bringt es auf den Punkt. „Die RN und Dortmund gehören einfach zusammen. Und deshalb feiern wir alle mit.“ Der 46-jährige Leser der Ruhr Nachrichten wartet an der Bierbude, während sich Sohn Lars beim Familienfest auf dem Hof der Druckerei in Dorstfeld seine Erinnerungsurkunde auf traditionelle Gutenberg-Art in Bleisatz drucken lässt. Der kostümierte Mann an der Maschine, ein absoluter Experte: Als Karl-Heinz Scheffler vor 41 Jahren seine Lehre in der Druckerei begann, wurde noch mit Bleisatz gearbeitet. „Für mich ist das deshalb eine Zeitreise in die Vergangenheit“, schmunzelt der 64-Jährige und fügt hinzu: „Ich bin jetzt so lange dabei. Aber so einen Andrang habe ich hier noch nie erlebt.“ Mehr als 10.000 Besucher sind nach Dorstfeld gekommen, um mit Dortmunds größter Zeitung einen „Zeitsprung“ zu feiern: den offiziellen Start der neuen Druckmaschinen, die noch präziser, noch schneller rotieren: In Höchstgeschwindigkeit rasen 42.500 Exemplare pro Stunde durch das High Tech-Gerät.Tempo muss auch Karikaturist Ralf Conrad machen. „Normalerweise schaffe ich nur 20 Bilder in einer Stunde. Heute lege ich noch eine Schüppe drauf, damit alle Leser zufrieden sind.“ Bei so großem Andrang bilden sich natürlich Schlangen vor den vielen Ständen mit Kaffee und Kuchen, Pommes und Würstchen, Schnitzeln und gebackenen Kartoffeln, Salaten und Eis. Leckere Sachen, zu denen das Medienhaus seine Gäste eingeladen hat. Klein-Erik, gerade mal vier Jahre alt, hält sich aus Angst vor dem lauten Knall lieber die Ohren zu als Münzpräger Christian Stein aus Castrop-Rauxel zu helfen, das schwere Eisengewicht an einem Tau hochzuziehen, bevor es in die Tiefe knallt. Macht nicht`s: Die Medaille bekommt Eric trotzdem. Jörg Heckenkamp, Leiter der Lokalredaktion, kommt nicht zum Artikel-Schreiben. In der gläsernen Redaktion mitten in einer der großen Hallen beantwortet er von 12 bis 17 Uhr die Fragen der Gäste. Wann habt ihr Redaktionsschluss? Wer schreibt eigentlich all die vielen Berichte, die in der Zeitung stehen? Wie werde ich ein Journalist?Immer eine Antwort wissen auch Druckereileiter Bernd Schornsheim und seine Mitarbeiter, die längs der Rundstrecke durch das Druckzentrum Spalier stehen. Insider-Wissen für jedermann, nicht nur über die vier Grundfarben cyan, gelb, schwarz und magenta, mit denen die RN-Seiten so bunt werden. Stunden später. Lars Kühn hat längst seine gedruckte Erinnerungsurkunde, Vater Alois sich zwei Sonderausgaben gesichert. „Den Rest lese ich wie gewohnt morgen in meinen RN“, sagt er und macht sich auf den Heimweg.

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