Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

Unbekannter wollte Katze mit Drahtschlinge strangulieren

Tierquälerei

Ein Tierquäler schreckt die Katzenbesitzer in Schönau auf: Die siebenjährige Katzendame „Miezi“ wäre am vergangenen Sonntag beinahe durch eine Drahtschlinge stranguliert worden, wenn sie ihr Besitzer Uli Steinmann nicht rechtzeitig entdeckt hätte.

SCHÖNAU

13.06.2012

Im vergangenen Jahr hatte es den Nachbarskater „Don Camillo“ erwischt: „Unbekannte hatten ihn zuerst mit Petroleum übergossen. Wochen später dann mit einer laugenähnlichen Flüssigkeit“, berichtet Uli Steinmann empört.

Sonntag (10.6.), 15 Uhr: Wie immer, wenn Miezi durchs Revier streifen wollte, saß sie in der Küche vor der Terrassentür, um in den Garten zu gehen. Uli Steinmann öffnete die Tür und fuhr kurz davon, um seine Schwiegermutter von einem Seniorenheim auf eine Tasse Kaffee abzuholen.

30 Minuten später kehrte er zurück. Längst hätte Miezi nach dem Rundgang durchs Revier zurückkehren und um ein Leckerchen bitten müssen. Doch anders als sonst reagierte sie nicht auf die Rückkehr. Mit einem typischen Schnalzen lockte Uli Steinmann die getigerte Katzendame an – kreischend rannte das Tier schließlich über die Straße. Mit einer fest zugezogenen Schlinge um den Hals.

Eine angeschlitzte Öse aus Kunststoff sollte sich bei Druck im Drahtgeflecht verhaken und damit verhindern, dass die Katze den Kopf selbst aus der Schlinge ziehen konnte. Mit einer Schraube oder einem Nagel muss der feine Draht vom Fallensteller an einer Unterlegscheibe fixiert worden sein, so dass die Katze durch eine Fluchtreaktion „Zug“ auf den Draht gebracht hätte – mit der Folge, dass der Draht sich immer enger zugezogen und das wehrlose Tier erwürgt hätte. Miezi hatte Glück im Unglück: Sie konnte den Draht aus seiner Verankerung reißen, ohne dabei erwürgt zu werden.

Wo die Katze in dem kleinen Stadtteil an der renaturierten Emscher in die Falle getappt und wie sie angelockt worden ist, kann sich Uli Steinmann nicht erklären. Empört ist der Katzenbesitzer nicht nur über die Tat, sondern auch die Nähe zum Tatort: „Unsere Katze hat nur einen ganz kleinen Radius, in dem sie unterwegs ist. Das muss also in nächster Nähe gewesen sein.“

Lesen Sie jetzt