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Unter Drogen: Mayday-Besucher greift Polizisten an

Tritte und Schläge

Er kam von der Mayday und war vollgepumpt mit Drogen: Ein 34-Jähriger aus Großröhrsdorf bei Dresden hat in Dortmund zwei Polizeibeamte bis zur Dienstunfähigkeit verletzt. Hebelgriffe und Pfefferspray zeigten bei ihm nicht die gewünschte Wirkung.

DORTMUND

, 02.05.2016

Sie standen am Sonntagmorgen auf dem Platz von Leeds in der Dortmunder Innenstadt und sollten im Brückstraßenviertel für Sicherheit sorgen - dann ging um 7.15 Uhr ein Passant auf ihren Streifenwagen zu. Die 25 und 34 Jahre alten Polizeibeamten rechneten zunächst mit einem harmlosen Bürgergespräch. Doch der Bürger schlug durch ein Fenster auf den Fahrer des Streifenwagens ein.

Widerstand verhindert Festnahme

Dann ging er einige Schritte zurück und baute sich zum Kampf auffordernd vor den inzwischen ausgestiegenen Polizisten auf: Mit Tritten zielte er auf Brust und Hals der Polizisten. Weitere Tritte und Schläge folgten. Polizeisprecherin Cornelia Weigandt über das Ausmaß der Gewalt: "Eine Festnahme konnte aufgrund der massiven Widerstandshandlungen zunächst nicht erfolgen."

Die Polizisten konnten den Angreifer nicht mit "einfacher körperlicher Gewalt", nicht mit Hebelgriffen und auch nicht mit Pfefferspray überwältigen. Drogenkonsum kann die Wirkung von Pfefferspray verzögern und auch das Schmerzempfinden beeinträchtigen. Einen der Polizisten konnte der Täter zu Boden bringen und würgen. Dabei habe er versucht, nach den Waffen zu greifen, berichtete die Polizei. Mit einem Faustschlag gelang es einem der Polizisten, den aggressiven Mann abzulenken und schließlich zu fixieren.

Mayday und Chrystal Meth

Der 34-Jährige stammt aus Großröhrsdorf bei Dresden. Er gab nach seiner Festnahme an, die Mayday-Party in der Westfalenhalle besucht und die Droge "Chrystal Meth" konsumiert zu haben. Ein Richter ordnete eine Blutprobe an. Die Polizisten mussten in ein Krankenhaus. Beide waren nicht mehr dienstfähig. Der Angreifer musste ebenfalls ins Krankenhaus und kam anschließend vorübergehend ins Polizeigewahrsam. 

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