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Untersuchungshaft nach dem Suizidversuch

Angeklagter dennoch wieder optimistisch

01.06.2007

Als ob nichts gewesen wäre: Gestern wurde der Prozess gegen einen 33-jährigen Dortmunder wegen einer Beinahe-Vergewaltigung vor dem Landgericht fortgesetzt - acht Tage nach seinem Selbstmordversuch. Keine offizielle Erklärung, keine Nachfrage - die Verhandlung begann mit der Vernehmung eines Zeugen. Der Angeklagte, der die Tat bestreitet, saß derweil in seiner weißen Trainingsjacke auf der Anklagebank, lächelte manchmal, wenn er mit Verteidiger oder Dolmetscherin sprach. Die Angespanntheit war ihm dennoch anzumerken: Der Autohändler senkte oft den Blick, runzelte die Stirn, knetete nervös seine Hände. Am Donnerstag der vergangenen Woche hätte der Prozess fortgesetzt werden sollen - allerdings hatte der Angeklagte in der Nacht zuvor versucht, sich das Leben zu nehmen. Wie sein Verteidiger Gerd Göckeler (Foto) gestern auf Anfrage sagte, hatte der 33-Jährige zwei Schachteln Schlaftabletten geschluckt. Nach Angaben der Krankenhaus-Ärzte hatte er sich danach in einer Art Koma-Schlaf befunden. Allerdings: «Schon am Freitagnachmittag war er wieder besser drauf», so Göckeler. Seitdem sei der Angeklagte wieder optimistisch. Nach dem Suizidversuch wurde er festgenommen und sitzt seitdem in Untersuchungshaft - um einen weiteren Versuch zu verhindern, wie Richter Peter Windgätter erklärte: «Der Angeklagte hat gesagt, er könne mit dieser Schande, diesem Vorwurf nicht leben.» Mindestens bis Montag bleibt der Mann noch eingesperrt. Dann soll eine Handy-Aufzeichnung analysiert werden - auf ihr sind angeblich widersprüchliche Aussagen des mutmaßlichen Opfers zu hören. if

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