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Vermieter will Druck von Nazis nicht nachgeben

Linker Buchladen

Gegen Einschüchterungsversuche von Nazis fordern die Dortmunder Grünen ein deutliches Zeichen der Stadtspitze und der Polizei: Die Rechten bedrohen den Vermieter eines Ladenlokals, in das ein linker Buchladen einziehen will. Inzwischen hat sich der Vermieter zu Wort gemeldet - und kündigt an, nicht nachgeben zu wollen.

DORTMUND

, 02.03.2016
Vermieter will Druck von Nazis nicht nachgeben

Fotograf Hendrik Müller (r.) und Sascha Bender im Ladenlokal an der Scharnhorststraße. Neonazis wollen verhindern, dass sie ihren linken Buchladen aufmachen. Jetzt stärkt ihr Vermieter ihnen den Rücken.

Aktualisierung, Mittwoch, 10.11 Uhr: Stellungnahme des Vermieters

Erstmals hat sich der Vermieter der Immobilie zu dem Vorgang geäußert. Via Facebook kündigte "Immobilien Schneider" Standfestigkeit an. Offenbar wird dem Druck der Nazis nicht nachgegeben. Wir hatten in den vergangenen Tagen mehrfach beim Immobilienunternehmen angefragt, eine Stellungnahme war bislang aber ausgeblieben.  

In verschiedenen regionalen Medien und Social-Media-Kanälen wurde in den letzten Tagen über die Anmietung eines...

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Erste Meldung, Mittwoch, 1.08 Uhr: Stadt steht in der Verantwortung

Die Dortmunder Grünen fordern ein deutliches Zeichen der Stadtspitze und der Polizei gegen die Drohungen und Einschüchterungsversuche der Dortmunder Nazis gegen den Vermieter eines Ladenlokals, in das ein linker Buchladen einziehen will. OB Ullrich Sierau gibt sich noch zurückhaltend.

Jetzt versuchten die Nazis mit Einschüchterungen und Drohungen auch Einfluss darauf zu nehmen, wer an wen Wohnungen vermieten darf, so die grüne Partei- und Fraktionsspitze in einer gemeinsamen Erklärung: „Das erinnert an den Terror von SA und SS der Nazis in den 20er- und 30er-Jahren.“ Die gesamte Stadt stehe in der Verantwortung, hier ein klares Zeichen zu setzen.

Sowohl der Vermieter der Immobilie als auch die Mieter bräuchten jetzt deutliche Zeichen, dass in Dortmund demokratische Grundwerte gelten und sich niemand dem Druck der Nazis beugen müsse, fordern die Grünen. Die Auflösung des Mietvertrags aufgrund der Bedrohungen der Nazis wäre ein fatales Zeichen. OB Sierau ließ auf Anfrage offen, wie die Stadt reagieren werde. Er sagte nur: „Man sollte nie weichen, weder als Mieter noch als Vermieter.“

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