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Versorgungsamt ordnet sich neu

DORTMUND „Wir werden einen reibungslosen Übergang sicherstellen“, verspricht Peter Externbrink, neuer Chef der Dortmunder Versorgungsamtes. Das fungiert ab 1. Januar bekanntlich als Fachbereich des Sozialamtes und betreut neben Dortmund auch die Städte Hagen und Bochum.

von Von Oliver Volmerich

, 11.12.2007
Versorgungsamt ordnet sich neu

Das Versorgungsamt fungiert ab 1. Januar als Fachbereich des Sozialamtes.

Ob der Übergang nach dem langen Streit um die Auflösung der Versorgungsverwaltung des Landes wirklich reibungslos klappt, wird sich nach dem Jahreswechsel zeigen. Zumindest laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Allein zum Thema Schwerbehindertenrecht müssen 600.000 Akten im alten Hoesch-Verwaltungsgebäude an der Rheinischen Straße nach Städten sortiert und neu verteilt werden.

Die für den Ennepe-Ruhr-Kreis gehen nach Witten, die für Unna ins dortige Kreishaus und die für Herne nach Gelsenkirchen, erläutert Externbrink. 58 Prozent der Unterlagen bleiben an der Rheinischen Straße, genauso wie 90 der bislang 230 Mitarbeiter des Versorgungsamtes, die sich weiter um Schwerbehindertenrecht und Elterngeld kümmern – im Verbund der Städte Dortmund, Bochum und Hagen zunächst befristet bis zum 31.7.2010.

Angesichts der Neuorganisation gebe es noch viele Ängste bei den Mitarbeitern, räumt die scheidende Versorgungsamts-Leiterin Brigitte Geiping-Kahleys ein. Dennoch erwartet sie keine Probleme beim Übergang. „Inzwischen herrscht Einvernehmen und eine kollegiale Zusammenarbeit“, bestätigt Sozialdezernent Siegfried Pogadl. Er signalisiert zudem, dass man die Sorgen der Mitarbeiter, die gewissermaßen „Leiharbeiter“ des Landes in städtischen Diensten sind, ernst nimmt. „Auf lange Sicht halte ich eine personelle und fachliche Eingliederung in die städtische Verwaltung für sinnvoll“, erklärte Pogadl.

Voraussetzung ist, dass mit dem Land die Kostenfrage geklärt werden kann. Möglicherweise bahnt sich dazu ohnehin noch eine gerichtliche Auseinandersetzung mit den Städten an. Denn zur Zeit ist selbst die Übernahme der Umzugskosten – für die Stadt Dortmund beziffert auf 300.000 Euro – unklar.

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