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Volksbank Hamm will Fusionsgespräche mit Dortmund

Beschluss

Die Dortmunder Volksbank könnte möglicherweise mit der Volksbank Hamm verschmelzen. Die Vertreterversammlung der Volksbank Hamm hat am Dienstagabend mit 92 Prozent der abgegebenen Stimmen dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, dass Fusionsgespräche mit den Kollegen in Dortmund geführt werden können.

DORTMUND/HAMM

von Von Bettina Kiwitt

, 12.06.2012
Volksbank Hamm will Fusionsgespräche mit Dortmund

Die Dortmunder Volksbank hat sich erneut beim Banken-Rating an die Spitze gesetzt.

Vor zwei Jahren war die Fusion noch gescheitert. Damals hatten überraschenderweise nur 61 Prozent der Mitglieder der Vertreterversammlung für die Fusion gestimmt, 75 Prozent wären notwendig gewesen. Die entsprechenden Fusionsgespräche waren damals schon geführt worden.

"Ich bin positiv überrascht“, sagt Martin Eul, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Volksbank. Die wirtschaftliche Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit einer Fusion vor dem Hintergrund eines steigenden Margen- und Kostendrucks im Bankgewerbe sei offenbar in den Köpfen in Hamm angekommen. „Es freut mich für die Vorstände in Hamm, dass sie nun ein hartes Mandat haben.“ Eul hatte im Vorfeld die Chancen bei 50:50 gesehen, dass die Vertreterversammlung Fusionsgesprächen zustimmt.„Vor uns braucht niemand Angst zu haben. Wir verhandeln auf Augenhöhe“, unterstreicht er. Die Dortmunder Volksbank ist mit einer Bilanzsumme von 4,3 Milliarden Euro der eindeutig größere Partner, die Hammer kommen auf 1,1 Milliarden. Die Dortmunder haben 725 Mitarbeiter, die Hammer 260. Es gebe noch keinen Zeitplan für die mögliche Fusion, sagt Eul. Sie könnte 2012 über die Bühne gehen, es könnte auch 2013 werden und letztlich könnte das ganze Projekt erneut scheitern.

In einem ersten Schritt würden die Bücher ausgetauscht, Prüf- und Risikoberichte studiert. Um das seriös zu prüfen, brauche es mindestens vier Wochen. Dann würden Hamm und Dortmund ihre „Wunschzettel“ abgeben, Kompromisse müssten gefunden werden. Und schließlich müsse alles in ein Vertragswerk gepackt werden, dem die Vertreterversammlung in Hamm letztlich zustimmen müsse. Mit dem Votum von Dienstag sei noch keine Vorentscheidung gefallen, betont Eul. „Es bleibt spannend.“

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