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Warum Blasentee in Dortmund neuerdings Kult ist

Neues Getränk

„Blasentee“ klingt nicht unbedingt schmackhaft – soll das Gebräu doch bei einer Entzündung unser Entsorgungsorgan durchspülen. „Blasentee“ ist jedoch auch die wörtliche Übersetzung von „Bubble Tea“ - und der ist ein kulinarischer Renner in der Thier-Galerie.

DORTMUND

von von Benjamin Blum

, 16.09.2011

Kurz vor der Terrasse zum Westenhellweg stehen über 20 junge Menschen in der Schlange, um einen „Bubble Tea“ zu bekommen. Dahinter anstellen? So viel Zeit haben Journalisten nicht. Rund 100 Meter weiter gibt es jedoch die Antwort, was es mit dem Getränk auf sich hat. In einem Nagelstudio auf dem Westenhellweg stehen Fruchtsaft-Mixturen auf der Theke. Christian Schön bietet hier nicht nur Maniküre, sondern auch Getränke an. „Den Grünen oder den Schwarzen?“, fragt er. Die Basis ist also tatsächlich herkömmlicher Tee. Dann allerdings wird Mango im Mixer untergerührt, dazu kommen die sogenannten „Bubbles“: Kleine Kugeln, die beim Zubeißen Sirup freigeben.  

 Der Selbsttest funktioniert: Der Tee schmeckt mild-fruchtig, ist durch die Fruchtsaft-Basis dickflüssig, nicht zu fest. Dann flutscht ein „Bubble“ durch den extrabreiten Strohhalm. Zwar etwas glitschig beim Beißen, doch der Litschi-Geschmack sorgt für saure Erfrischung.Die Säfte und Tees gibt es auf dem Westenhellweg wie in der Thier-Galerie in diversen Variationen von Banane und Kirsch bis Guave. Für den besonderen Geschmack stehen drei „Toppings“ („Garnierungen“): Die angesprochenen „Bubbles“, „Jelly Sticks“, kleine Stäbchen, vergleichbar mit Wackelpudding, und „Tapioka“, die eine Konsistenz wie Gummibärchen haben.

Der asiatische Name verrät auch die Herkunft des Phänomens „Bubble Tea“: „Es stammt aus Ländern wie Taiwan und Japan“, sagt Schön, dort gebe es die Stände an jeder Ecke. Er selbst hat das Getränk in Berlin entdeckt: „Mir sind die langen Schlangen aufgefallen.“ Er bietet den Tee seit zwei Monaten an, die neue Konkurrenz in der Galerie stört ihn nicht: „Belebt doch das Geschäft.“ 

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