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Warum die B54-Abfahrt Hacheney immer wieder Probleme macht

B54

Die Abfahrt von der B54 nach Hacheney bietet immer wieder Gesprächsstoff. Zu eng, für Lkw gesperrt und nicht mehr zeitgemäß. Aber geändert hat sich nichts.

Hacheney

, 30.07.2018
Warum die B54-Abfahrt Hacheney immer wieder Probleme macht

Die Auf- und Abfahrt Hacheney: Wenn die Schilder nicht wären, hätte man den Eindruck, einfach nur in ein Wohngebiet zu fahren. © Jörg Bauerfeld

Die Abfahrt ist irgendwie wie das Ungeheuer von Loch Ness. Alle Jubeljahre taucht das Thema mal wieder auf. Aber im Gegensatz zu „Nessie“ gibt es die Abfahrt wirklich. Und das schmeckt nicht jedem. Denn eigentlich war die Ausfahrt nur als Behelfsausfahrt vorgesehen. Aber da ja bekanntlich nichts länger hält als ein Provisorium, gibt es die Abfahrt in südlicher Fahrtrichtung immer noch.

Das Thema kam in einer der letzten Sitzungen der Bezirksvertretung wieder hoch, als Anwohner sich über den Lkw-Verkehr beschwerten. Denn verbotenerweise fahren wohl immer wieder größere Fahrzeuge in Hacheney ab, obwohl die Durchfahrt für Lkw verboten ist, worauf die Schilder eindeutig hinweisen. „An Schildern stört sich ja sowieso kaum einer“, sagt Michael Depenbrock, Fraktionssprecher der CDU in der Bezirksvertretung Hörde, und meint die Beschilderung an der besagten Abfahrt.

Warum die B54-Abfahrt Hacheney immer wieder Probleme macht

Für Lkw verboten. Laut Anwohner wird das Schild häufiger ignoriert. © Jörg Bauerfeld

Lange Staus durch zu enge Fahrbahn

Und es ist nicht nur die ignorierte Beschilderung, die die kommunale Politik stört. Der Weg von der B54 in Hacheney ist sicher auch nicht mehr das, was man sich als Abfahrt von einer viel befahrenen Bundesstraße vorstellt. Denn der Verkehr wird über eine sehr enge Fahrbahn in Richtung Glückaufsegenstraße geführt. Und hier kommt es immer wieder zu langen Staus, da der Verkehr nicht schnell genug abfließen kann.

Um die Autofahrer auf die Situation aufmerksam zu machen, gab es mal wieder ein Schild – Vorsicht Unfallgefahr. Schilder gibt es also genug, doch die Abfahrt bleibt einfach nicht mehr zeitgemäß. Eine Lösung scheint aber nicht so einfach. Denn so eine Bundesstraße und deren Abfahrten sind eine Angelegenheit von Straßen NRW. „Wir haben in der Bezirksvertretung oftmals Anträge, die Straßen NRW betreffen“, sagt Michael Depenbrock.

Warum die B54-Abfahrt Hacheney immer wieder Probleme macht

An der Abfahrt Hacheney gibt es häufiger einen Rückstau von der Glückaufsegenstraße. © Jörg Bauerfeld

Oberbürgermeister macht Minister aufmerksam

„Das Problem ist dann, dass wir bei Straßen NRW nicht den richtigen Ansprechpartner erreichen und die Aussage der Stadt ist dann immer allgemein ‚das ist Straßen NRW, die haben eh kein Interesse‘“, sagt Depenbrock. Zumindest scheint die Stadt Dortmund die „Problemabfahrt“ auch auf dem Schirm zu haben.

„Die Zuständigkeit für die Abfahrten an der B 54 liegt beim Landesbetrieb Straßen NRW. Nach der Bürgerversammlung zu den Planungen in und um Hacheney im Februar 2017 hat Oberbürgermeister Ullrich Sierau den damaligen Landesverkehrsminister zur Situation an der Anschlussstelle Hacheney angeschrieben.

Der Minister hat daraufhin geantwortet, dass er und die zuständige Straßenbauverwaltung „keinen Handlungsbedarf an dieser Anschlussstelle sehen“, sagt Heike Thelen, Pressesprecherin der Stadt Dortmund. Der Regierungswechsel in NRW weckt zumindest eine leise Hoffnung. So habe Ullrich Sierau den neuen Landesverkehrsminister Hendrik Wüst noch einmal auf die Abfahrt Hacheney hingewiesen. Vielleicht tut sich ja doch einmal was – an dem jahrzehntealten Provisorium.

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