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Brutale Räuber legen zum Auftakt Geständnisse ab

Prozess um Überfall auf Junggesellen-Abschied

Zwei Täter hatten im Herbst 2017 einer siebenköpfigen Männergruppe gehörig den Jungesellenabschied in Dortmund vermiest, in dem sie die Feiernden in einer Pension in der Norstadt bedrohten und ausgeraubten. Seit Montag müssen sich die Angeklagten vor dem Dortmunder Landgericht verantworten.

Dortmund

, 16.04.2018
Brutale Räuber legen zum Auftakt Geständnisse ab

ARCHIV - Das Landgericht in Dortmund am 21.04.2009. Wieder eine Justizpanne in Nordrhein-Westfalen: Ein Gefangener ist bei einem Prozesstermin aus dem Landgericht Dortmund geflohen. Dem Mann kam ein «Kommunikationsfehler» bei seiner Übergabe an die Wachtmeisterei des Landgerichts zupass, wie ein Sprecher am Freitagabend (09.03.2012) mitteilte. Der Vorfall ereignete sich bereits am Donnerstagnachmittag. Seitdem ist der Angeklagte auf der Flucht. Foto: Bernd Thissen dpa/lnw (zu dpa/lnw «Gefangener flieht bei Gerichtstermin in Dortmund» vom 09.03.2012) +++(c) dpa - Bildfunk+++ Symbolbild © dpa

Nach einem brutalen Raubüberfall auf eine siebenköpfige Männergruppe müssen sich zwei Angeklagte seit Montag vor dem Dortmunder Landgericht verantworten. Die Opfer waren extra für einen Junggesellenabschied von Hessen nach Dortmund gekommen und wurden in der Nacht vom 30. Oktober auf den 1. November 2017 in ihrem Pensionszimmer in der Nordstadt bedroht und ausgeraubt.

Zu Prozessbeginn legten die Angeklagten Geständnisse ab. „Da ist was dran, ich war das“, sagte der 23-jährige Angeklagte. Und sein 24 Jahre alter Freund ergänzte: „Das war wirklich eine Nacht, die es in sich hatte.“ Rund 1000 Euro sollen die beiden Räuber bei ihrem nächtlichen Überfall erbeutet haben. Und vor allem jagten sie den feiernden Männern aus Hessen einen gewaltigen Schrecken ein.

Vermeintlichen Waffe war externe Akku-Ladestation

„Wir waren gerade oben im Zimmer angekommen, da wurde auch schon die Tür eingetreten“, erinnerte sich einer der Zeugen. Die beiden Räuber seien in den Raum gestürmt und hätten mit einer Art Waffe herumgefuchtelt. „Das sah auf jeden Fall bedrohlich aus, deshalb habe ich es ernst genommen“, sagte der Zeuge weiter.

Dass es sich bei der vermeintlichen Waffe nur um eine externe Akku-Ladestation handelte, die der Räuber geschickt in seiner Hand hielt, konnte er in diesem Augenblick noch nicht wissen.

23-Jährigem droht Sicherungsverwahrung

Bei allen sieben Opfern haben sich die Angeklagten am Montag entschuldigt. Vor allem für den 23-Jährigen steht dennoch eine Menge auf dem Spiel. Neben einer langjährigen Haftstrafe muss er auch mit der Anordnung der Sicherungsverwahrung rechnen.

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