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Das sind die Pläne der Hörder Geschäftsleute

Einkaufsführer für Phoenix-See und Hörder Zentrum

Die Einzelhändler im Hörder Zentrum gehören zu den Gewinnern des Stadtumbaus. Die Kundenfrequenz ist durch die Neubewohner und vielen See-Gäste hoch. Die Umsätze stimmen, das Image formt sich erst langsam. Jetzt sind wichtige Schritte vollzogen.

Hörde

23.04.2018
Das sind die Pläne der Hörder Geschäftsleute

Viele bunte Punkte: Der Einkaufsführer für Hörde umfasst 280 Adressen. © Felix Guth

Nach mehreren Monaten Vorarbeit gibt es einen Einkaufsführer für das Hörder Zentrum und den Phoenix-See. Er stellt viel mehr als nur den Einzelhandel in den Mittelpunkt. 280 Adressen sind auf einer Karte erfasst, die den Hörder Ortskern zwischen der östlichen Hermannstraße und dem Piepenstockplatz abbildet.

Unterteilt sind die Daten in fünf Kategorien: Shopping, Service, Essen & Trinken, Gesund & Schön, Kultur & Freizeit. Junge Gastronomie und Dienstleister vom See sind hier ebenso farbige und durchnummerierte Punkte wie Unternehmen von der Alten Benninghofer Straße oder der Hörder Semerteichstraße mit über einem Jahrhundert Geschichte.

Den Grundstein für den Einkaufsführer legte ein Arbeitskreis aus mehreren Hörder Unternehmerinnen. Dazu gehörten unter anderem Silvia Dundack, Susanne Bräuning, Monika Wechsler, Marion Anani und Michaela Dixon.

Altes und neues Hörde finden zusammen

„Hörde stellt sich damit komplett dar. Wir möchten damit auch darstellen, dass Hörde mehr zusammenwächst“, sagt Thomas Weyland von der Hörder Stadtteilagentur. Ulrich Spangenberg sagt für das Stadtbezirksmarketing Hörde: „Es ist ein erster Aufschlag, um zu zeigen, dass es zwischen dem Hörder Zentrum und dem See-Quartier keine Grenze gibt.“

Michael Gündel, seit wenigen Wochen neuer Vorsitzender des Aktivkreises Hörde, freut sich, dass der Einkaufsführer nach umfangreicher Vorarbeit jetzt fertig ist. Ein Motor für die kleinteilige Arbeit ist die Sparkassenakademie, durch die täglich mehrere Hundert Gäste in Hörde sind. „Sie sollen die Gelegenheit bekommen, Hörde näher kennenzulernen“, sagt Michael Gündel. Allein 4000 der 20.000 Druckexemplare des Hörde-Guides hat die Sparkassenakademie bestellt.

Das sind die Pläne der Hörder Geschäftsleute

Der Aktivkreis Hörde hat eine neue personelle Besetzung. Michael Gündel (l.) und Philipp Hübner (6. v.l.) sind die neuen Vorsitzenden. © Felix Guth

Hier gibt es die digitale Version des Einkaufsführers.

Neue Internetpräsenz soll starten

Mit der neuen Datensammlung soll künftig auch das digitale Brachland bebaut werden, das Hörde an vielen Stellen immer noch ist. Denn seit Ende der 1990er-Jahre mit hoerde.info die ersten Ideen für eine Internetpräsenz des Stadtteils aufkamen und schließlich scheiterten, hat sich die Internet-Weltkugel schnell weitergedreht.

Es gibt ein lebendiges Gruppenleben in sozialen Netzwerken. Eine Übersicht über die Vielseitigkeit Hördes fehlt bis heute. Deshalb wird der Aktivkreis die seit eineinhalb Jahren aktive, aber zuletzt nicht mehr gepflegte Domain mein-hoerde.de wieder aktivieren.

Für die Zukunft sind weitere gemeinsame Aktionen von Aktivkreis und Stadtteilagentur geplant. So soll Hörde in der Adventszeit lebendiger werden. Zudem soll die immer wieder von Kunden nachgefragte Hörde-Tasche neu aufgelegt werden.

Aktivkreis Hörde hat sich neu aufgestellt

Seit wenigen Wochen ist vieles neu im Vorstand des Aktivkreis Hörder Altstadt, dem Zusammenschluss der Hörder Gewerbtreibenden. Michael Gündel, Inhaber einer Provinzial-Vertretung und seit eineinhalb Jahren am Ort ist neuer erster Vorsitzender des Vereinszusammenschlusses, der allen Hörder Gewerbetreibenden offen steht. „Hörde hat allein schon einen größeren Einzugsbereich als viele Kleinstädte. Wir haben hier alles zu bieten“, sagt Michael Gündel.

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Sein Stellvertreter ist Philipp Hübner, mit gerade erst 26 Jahren schon seit 2012 Filialleiter von „Apollo Optik“ an der Hermannstraße. Sie folgen auf den bisherigen Vorstand Thomas Wüstefeld und Marion Hüppe.

Hörder Einzeländler schätzen die gute Mischung

Wenn die Gewerbetreibenden aufzählen sollen, was alles gut am Standort Hörde ist, wird das schnell eine lange Liste. „Es gibt einen guten Mix aus inhabergeführten und speziellen Geschäften und Filialisten“, sagt Silvia Dundack vom Bekleidungsgeschäft Dundack‘s Retail. Die Kundenfrequenz und die Umsätze seien durch das neue Publikum vom See und viele Besucher gestiegen.

Für Beatrice Kuhlmann vom Schuhhaus Kuhlmann an der Alfred-Trappen-Straße sieht vor allem den persönlichen Kontakt und die individuelle Beratung als entscheidenden Vorteil des Stadtteilzentrums. „Das ist der Kunde aus der Innenstadt gar nicht mehr gewohnt, dass er bedient und beraten wird“, sagt Beatrice Kuhlmann. Aus Rückmeldungen ihrer Käufer wisse sie aber, dass genau das von vielen geschätzt werde.

Filialisten und Spezialisten existieren nebeneinander

Ursula Josefs-Kirschbaum vom Geschäft „Quilt Cabin“ bestätigt das. In der Wiggerstraße führt sie seit vielen Jahren Dortmunds mittlerweile einzigen Laden für hochwertige Stoffe. „Die Leute kommen aus dem Großraum NRW, kaufen hier für ihr Hobby. Es ist reiner Luxus.“ Aber sie kaufen bei der „Quilt Cabin“, die bald in das benachbarte, größere Ladenlokal zieht.

Solche „Spezialisten“ gibt es viele in Hörde. Die Seifenmanufaktur Meißner, der Kaffee-Genießer-Laden Röstwerk, die Chocolaterie von Monika Wechsler, dazu die Buchhandlung „Transfer“ als Treffpunkt für alte und neue Hörder – da können nicht viele andere Stadtteile mithalten. „Ich finde es toll, dass Hörde so viele Gesichter hat und der industrielle Charme und das Neue zusammenfinden“, sagt Silvia Dundack. Hörde stehe für Bodenständigkeit und Wachstum.

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