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Das neues Gesundheitsamt erstrahlt in alter Hülle

Ehemaliges Postscheckamt am Hohen Wall eingeweiht

Das Gesundheitsamt hat einen neuen Sitz. Am Montag wurde das umgebaute Gebäude des alten Postscheckamts offiziell übergeben – und damit der Betrieb eröffnet. Zumindest eines haben aber der alte und neue Sitz des Amtes gemeinsam.

Dortmund

, 30.04.2018
Das neues Gesundheitsamt erstrahlt in alter Hülle

Sozial- und Gesundheitsdezernentin Birgit Zoerner hat den symbolischen Schlüssel für das umgebaute Gebäude des Gesundheitsamtes am Hohen Wall. Darüber freuten sich mit ihr neben Oberbürgermeister Ullrich Sierau (l.) und Architekt Prof. Eckhard Gerber (r.) Vertreter des Gesundheitsamtes und von Bauherr Diag. © Stephan Schuetze

Auf der weißen Wand flimmerten beim Empfang zur Schlüsselübergabe abwechselnd Bilder vom Umbau des neuen Amtssitzes und des alten Gesundheitshauses. Die Bilderschau symbolisierte den Umzug des städtischen Gesundheitsamtes von einem Denkmal in ein anderes.

Der Unterschied ist: Das zumindest in Teilen denkmalgeschützte Gebäude des alten Postscheckamtes am Hohen Wall ist nun technisch auf dem neuesten Stand. Genau das war im alten Gesundheitshaus an der Hövelstraße nicht mehr der Fall – was zum Umzug zwang.

Dabei ist der neue Amtssitz baulich gesehen sogar ein wenig älter. 1953 wurde das Postscheckamt im Auftrag der Oberpostdirektion erbaut – in Stahlskelettbauweise und in der nüchtern sachlichen Architektur der frühen 50er Jahre. Mit seiner klaren Struktur sei das Gebäude schon damals nachhaltig gebaut worden, stellte Prof. Eckhard Gerber fest.

Gebäude komplett entkernt

Sein Architekturbüro war jetzt mit dem Umbau des mehrflügeligen Gebäudekomplexes beauftragt, das von der Dortmunder Unternehmensgruppe Diag gekauft worden war – um es dann an die Stadt als Dienstsitz für das Gesundheitsamt dauerhaft zu vermieten. Das Gebäude wurde komplett entkernt, sämtliche Stromleitungen, Frisch- und Abwasserleitungen wurden erneuert, Datenleitungen neu verlegt, neue Wände gezogen und 450 Fenster ausgetauscht.

Immer in Absprache mit den Denkmalschützern, wie Eckhard Gerber betont. „Wir konnten den Bestand des Gebäudes in seiner denkmalpflegerischen Bedeutung vollständig erhalten“, sagte er. Das gilt besonders für das Haupttreppenhaus, das unter Denkmalschutz steht.

Um die Anforderungen des Brandschutzes zu erfüllen, wurden aber auch zwei neue Treppenhäuser eingebaut. Aufzüge machen den Gebäudekomplex komplett barrierefrei, wie der Gesundheitsamts-Leiter Dr. Frank Renken betonte. Das Gebäude bietet wie das alte Gesundheitshaus, Büros, Ambulanzen und Untersuchungsbereiche – nun allerdings in modernem Ambiente. „Die Mitarbeiter sind sehr zufrieden“, stellte Renken zufrieden fest.

Drogenkonsumraum fehlt noch

Ganz beendet sind die Bauarbeiten in dem Gebäudekomplex allerdings noch nicht. An einem hinteren Gebäudeteil stehen noch Gerüste. Vor allem aber steht noch der Neubau für den Drogenkonsumraum mit dem Cafè Kick aus, der im Innenhof an der Straße Grafenhof entstehen soll. Anwohner, die den Bau mit einer Einstweiligen Anordnung juristisch stoppen wollten, scheiterten damit im Februar vor dem Verwaltungsgericht. Nun ist Beschwerde eingelegt und auch das Hauptverfahren steht noch aus.

Nach dem Willen der Verwaltung soll trotzdem bald mit dem Neubau begonnen werden. So lange bleibt der Drogenkonsumraum noch am alten Standort am Eisenmarkt.

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