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Rat will mehr Anerkennung für Ehrenamtliche

NRW-Ehrenamtskarte kommt ab Januar 2019

Ehrenamtliches Engagement soll nach dem Willen des Rates bald auch in Dortmund belohnt werden. Ab Januar 2019 soll es dafür die NRW-Ehrenamtskarte geben. Die Politiker wollen aber eine Lösung, die noch darüber hinaus geht.

Dortmund

, 18.05.2018
Rat will mehr Anerkennung für Ehrenamtliche

Die NRW-Ehrenamtskarte gibt es bald auch in Dortmund. © Land NRW

Jetzt ist es beschlossen: Für freiwillig engagierte Dortmunderinnen und Dortmunder gibt es ab Januar 2019 die NRW-Ehrenamtskarte. Sie bietet Vergünstigungen wie weniger Eintritt für Theater, Schwimmbäder oder Museen und wird an Ehrenamtliche vergeben, die durchschnittlich wenigstens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr aktiv sind. Der Rat stimmte am Donnerstag einem gemeinsamen Antrag von CDU, SPD, Grünen und Linken/Piraten zu. Und der geht sogar über die Einführung der landesweiten Ehrenamtskarte hinaus.

Für zu streng hält vor allem die SPD-Fraktion die Vergabe-Regelung. Nun soll die Verwaltung prüfen, wie man auch ehrenamtlich Tätige, die die strengen Kriterien nicht oder nur teilweise erfüllen, belohnen kann. Außerdem soll die Freiwilligen-Agentur 25.000 Euro zusätzlich erhalten, um damit ehrenamtliche Aktivitäten zu unterstützen.

Flexible Unterstützung für Ehrenamtliche

„Es geht um eine System der Wertschätzung mit flexibler Unterstützung“, erklärte Grünen-Ratsfrau Svenja Noltemeyer. „Es geht um Anerkennung für Menschen, ohne deren Engagement nichts mehr gehen würde“, sagte CDU-Ratsfrau Christiane Krause, die sich mit ihrer Fraktion schon seit neun Jahren für eine Ehrenamtskarte einsetzt. „Jetzt konnte eine Lösung gefunden werden, die den verschieden ausgeprägten Engagements gerecht wird“, zeigte sie sich zufrieden.

„Wir haben jetzt alle Wünsche so weit wie möglich unterbringen können“, sagte SPD-Ratsherr Dirk Goosmann. Die NRW-Ehrensamtskarte allein sei kein Allheilmittel für die Wertschätzung Ehrenamtlicher.

FDP-Ratsherr Heinz Dingerdissen vermisste allerdings ein konkretes Konzept für die Anerkennung Ehrenamtlicher. Deswegen lehne seine Fraktion den Antrag ab. Ebenso wie die AfD. Es müsse um ideelle und nicht um pekuniäre Anerkennung für das Ehrenamt gehen, sagte AfD-Ratsherr Andreas Urbanek.

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