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Schulranzenprojekt hilft bedürftigen Familien

Kinderglück verteilt mehr als 1.500 Schulranzen

Viele Kinder würden am ersten Schultag mit einem Stoffbeutel oder einer Plastiktüte losziehen, wenn es das Schulranzenprojekt von Kinderglück e.V. nicht gäbe. Mehr als 200 Euro kostet ein guter Schulranzen, immer mehr Familien können sich das nicht leisten. Kinderglück verschenkt mehr als 1.500 Sets. Ein riesiger Kraftakt.

Dortmund

, 22.05.2018
Schulranzenprojekt hilft bedürftigen Familien

Das Kinderglück-Team verpackt in diesen Tagen Hunderte Schulranzen. © Kinderglück e.V.

In der Halle von Kinderglück in Holzwickede türmen sich derzeit meterhoch nagelneue Schulranzen verschiedener Hersteller samt Turnbeutel, Etui und Schlamperl. Und es werden noch viel mehr. Fast 1.500 Anträge für Spenden haben Kita-Mitarbeiter, Lehrer und Sozialarbeiter bereits eingereicht. Und die Flut reißt noch lange nicht ab, weiß Kinderglück-Gründer Bernd Krispin aus langjähriger Erfahrung. Schon jetzt liegt die Zahl der benötigten Tornister rund 25 Prozent über der des Vorjahres.

Projekt ist jedes Jahr gewachsen

Das Schulranzenprojekt, inzwischen das größte in ganz Deutschland, startete vor neun Jahren mit dem Hilferuf eines Sozialarbeiters. Einer seiner Schützlinge besaß keinen Ranzen zur Einschulung. Kinderglück half unbürokratisch und unauffällig. Und so macht der Verein es bis heute mit den Schultaschen, die für jedes i-Männchen eine ganz besondere Bedeutung haben. Jährlich steigt die Zahl der Anträge, in diesem Jahr werden es auf jeden Fall mehr als 1.500 sein. Für 500 Schulanfänger meldeten allein die städtischen Fabido-Kitas Bedarf an.

Weitere Institutionen wie Kindertagesstätten, Jugendämter, Grundschulen und Betreuungseinrichtungen freier Träger melden bedürftige Kinder, dann kümmern sich 20 bis 25 Ehrenamtliche um Bestellungen, Kommissionieren und Verteilen. „Eine logistische Meisterleistung“, so Krispin. Auch an den Abholtagen Ende Juni werden etwa ein Dutzend Ehrenamtliche im Einsatz sein. „Manche nehmen sich extra Urlaub dafür.“

Kinder bekommen von all dem nichts mit

Leuchtende Kinderaugen werden die Helfer an dem Tag nicht zu sehen bekommen, denn die Antragsteller nehmen die Tornister entgegen, um sie an die Eltern weiterzugeben. So bekommen die Kinder gar nicht mit, dass ihre Familie auf diese Spende angewiesen ist. „Sie sollen ihren ersten Schultag völlig unbeschwert genießen können“, sagt Bernd Krispin. „Deshalb werden wir das auch weiterhin so handhaben.“

Auch wenn es für die Spendenbereitschaft sicher förderlicher wäre, glückliche Kinderscharen beim Empfang der bunten Markenranzen zur Schau zu stellen. Denn der Verein muss eine Riesensumme aufwenden, um das Projekt zu finanzieren. Auch wenn Bernd Krispin die Hersteller über die Jahre überzeugen konnte, die Ranzen für den guten Zweck zu supergünstigen Stückpreisen abzugeben, bleiben rund 60.000 Euro zu stemmen. „Wir sind auf Unterstützung angewiesen.“

Infos zu Kindergück und Spendenkonto gibt's hier.