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Wie geht es weiter am Ostwall?

Vorschläge für Ex-Museum

Abriss und Neubebauung oder Erhalt? Verschiedene Ideen stehen im Raum für die Zukunft des alten Museums am Ostwall. Die Stadt will Anfang 2012 Vorschläge machen.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 25.12.2011
Wie geht es weiter am Ostwall?

So könnte das alte Gebäude am Ostwall als Domizil des Baukunst-Archivs NRW aussehen.

Was bringt das neue Jahr?, fragen sich viele. Man kann sicher sein: Diskussionsthema wird auf jeden Fall das alte Museum am Ostwall. Denn bis Februar will die Verwaltung Vorschläge für die künftige Verwertung des Areals vorlegen.

Zur Erinnerung: Der Rat hat bereits den Verkauf von Gebäude und Grundstück am Ostwall beschlossen, das seit dem Umzug der städtischen Sammlung für moderne Kunst in den U-Turm verwaist ist bzw. nur noch als Depot oder für einzelne Veranstaltungen genutzt wurde.

Im Juni startete die Stadt ein so genanntes Interessenbekundungs-Verfahren. Nachdem die Vorschläge von 15 Bewerbern geprüft wurden, ist nun ein halbes Dutzend übrig geblieben.  Neben Investoren-Plänen, die einen Abriss des alten Museums mit einer Neubebauung des parkähnlichen Grundstücks vorsehen, sind dabei auch weiter Vorschläge im Rennen, die den Erhalt des alten Museumsbaus vorsehen. Hoch gehandelt wird vor allem die Idee für ein Haus der Baukultur. 

Haus mit Geschichte
Als Museum für moderne Kunst hat sich das Haus am Ostwall einen Namen gemacht. Seit 1911 beherbergte das frühere Gebäude des Landesoberbergamts das städtische Kunstgewerbemuseum. Im Krieg wurde das Haus schwer beschädigt. Auf den Trümmern des Bombenkriegs baute die stellvertretende städtische Museumsleiterin Leonie Reygers eine neue Sammlung für moderne Kunst auf. Das Gebäude wurde dazu ab 1949 wieder auf- und ausgebaut. 1952 wurde das Museum am Ostwall als eines der ersten deutschen Nachkriegs-Museen für die Kunst des 20. Jahrhunderts eröffnet. 2009 endete der Museumsbetrieb. Das Museum Ostwall ist seit Oktober 2010 im U-Turm untergebracht. Eine erste Nachnutzungs-Idee für das Gebäude als Synagoge der jüdischen Gemeinde scheiterte aus finanziellen Gründen.

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