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Wildtiere drohen bei der Hitze zu verdursten – wie man ihnen helfen kann

Wasserknappheit für Tiere

Die hohen Temperaturen und die lange Trockenheit machen auch den Wildtieren zu schaffen. Da die normalen Wasserquellen versiegt sind, droht ihnen schlimmstenfalls der Tod durch Verdursten.

Dortmund

, 25.07.2018
Wildtiere drohen bei der Hitze zu verdursten – wie man ihnen helfen kann

Eine flacher Blumenuntersetzer erfüllt schon seinen Zweck. © Jörg Bauerfeld

Es ist eine Minute vor zwölf. Durch die lange Trockenheit und die hohen Temperaturen bekommen wildlebende Tiere ein großes Problem, das sie schlimmstenfalls ihr Leben kosten könnte. Es fehlt an Nahrung und vor allem an Wasser.

„Viele Pfützen, Tümpel und Bäche sind derzeit ausgetrocknet, so dass Wildtiere wie Vögel, Igel, Maulwürfe, Wildkaninchen und Hasen aber auch Bienen und Hummeln kein Wasser mehr finden können“, sagt Silvia Granold, Tierschützerin und Wildtierexpertin. Auch der Igelschutz Dortmund bittet um Hilfe für die Tiere. So werden dort derzeit sehr schwache, abgemagerte Igel zur Pflege abgegeben, weil das Nahrung- und Wasserangebot durch die Hitze nicht ausreichend ist.

Wildtiere drohen bei der Hitze zu verdursten – wie man ihnen helfen kann

Wenn die Schüsseln auf dem Boden stehen, kommen auch Igel an sie heran. © Igelschutz

Bäche sind ausgetrocknet, Tiere leiden an Wassermangel

Die Tiere stehen vor dem Verdursten, weil keine Feuchtigkeit vorhanden ist. Viele Bäche, Tümpel und andere Wasserstellen sind ausgetrocknet. Um den Tieren zu helfen, braucht es gar keinen großen Aufwand. Es reicht Granold zufolge schon, einige flache Schüsseln im Garten oder auf dem Balkon zu verteilen und täglich mit frischem Wasser zu befüllen, damit sich keine Keime bilden.

Das gilt aber nicht nur für die eigenen Gärten. Wer beispielsweise auf einem Friedhof ein Grab besucht, kann, wenn er ein Herz für Tiere hat, auch dort kleine Wasserschalen aufstellen.

Die Friedhöfe in Dortmund bieten aber auch schon Wasserstellen an: „Auf jedem Friedhof gibt es etliche Wasserzapfstellen, häufig in Verbindung mit Wasserbecken. Darüber hinaus finden sich auf größeren Friedhofsarealen Biotopbereiche mit kleineren Wasserflächen“, sagt Betriebsleiter Ralf Dallmann. An vielen Wasserzapfstellen hätten Hundehalter für ihre und andere Hunde Wassernäpfe aufgestellt.

An eine Absicherung denken

„Die Trinkschalen sollten jedoch nicht zu hoch mit Wasser befüllt werden, damit kleinere Tiere und Insekten nicht darin ertrinken. Hilfreich sind eingelegte Kieselsteine und Zweige als Ausstiegshilfen“, sagt Granold. Flache Terrakottaschalen oder größere Blumenuntersetzer seien als Wassertränken geeignet, ebenso Fertigverpackungen für Obst.

Wer die Möglichkeit hat, die Schalen auf verschiedene Höhen zu setzten, sollte dies auch tun. Am Boden können sich dann Igel und andere Kleintiere bedienen, in der Höhe kommen die Vögel besser an die Wasserquelle – und sind vor Katzen geschützter.

Schließlich hat Granold noch eine Bitte an alle Poolbesitzer: Diesen solle man bitte absichern und vielleicht mit einer Schwimminsel versehen. Damit Tiere, die aus Versehen dort hineingeraten, nicht ertrinken.

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