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Wissenswert

Was ist überhaupt PCB?

Bundesweites Kopfschütteln über den PCB-Skandal bei Envio. Aber was verbirgt sich überhaupt hinter dem chemischen Begriff? Und wie wirkt sich der giftige Stoff auf die Gesundheit aus? Alle Antworten im Überblick

03.08.2010
Wissenswert

Container auf dem Firmengelände von Envio. Experten vermuten, dass die Firma schlampig gearbeitet hat. Bei einigen Mitarbeitern wurden erhöhte PCB-Werte im Blut festgestellt.

Die Abkürzung PCB steht für Polychlorierte Biphenyle. PCB sind chlorierte Schadstoffe, die in hoher Konzentration krebserregend sein können. Sie wurden früher unter anderem in Transformatoren verwendet, sind aber seit Ende der 80er Jahre in Deutschland verboten. PCB ist schlecht bis gar nicht vom menschlichen Organismus abbaubar. Auch das macht PCB so gefährlich. Es lagert sich im Fettgewebe an.  

Typische Auswirkungen dieses Giftes sind Haarausfall, Leberschäden oder auch die Schädigung des Immunsystems. Im schlimmsten Fall können PCB krebserregend sein. Außerdem kann die körperliche Entwicklung durch PCB verzögert werden. Aufgrund ihrer Fettlösigkeit werden PCB auch bei bloßem Hautkontakt vom Körper aufgenommen.

Bei einigen Envio-Mitarbeiter sind erhöhte PCB-Werte im Blut nachgewiesen worden. Es gibt Grund zur Besorgnis: 225 Milligramm PCB pro Liter Blut – dieser Wert wurde bei einem Envio-Mitarbeiter festgestellt – ist die höchste in Deutschland je gemessene Belastung und übersteigt den Normalwert um das 25.000fache. "Das ist enorm“, sagt Prof. Thomas Kraus, Leiter des Instituts für Arbeits- und Sozialmedizin der RWTH Aachen. "Ähnliche Fälle sind mir nur aus Japan oder Taiwan bekannt, wo Ende der 60er Jahre kontaminiertes Reisöl verzehrt wurde.“

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