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Zahl der Betroffenen wächst weiter

PCB-Skandal

Die Zahl der PCB-Opfer im Umfeld der Firma Envio wächst weiter. Bei 21 weiteren Firmen-Mitarbeitern aus der Nachbarschaft wurden bei Blutuntersuchungen auffällige PCB-Werte festgestellt. Sechs Betroffene müssen sich besondere Sorgen um ihre Gesundheit machen.

DORTMUND

von Von Oliver Volmerich

, 12.08.2010
Zahl der Betroffenen wächst weiter

Das Medieninteresse war groß bei den Blut-Untersuchungen auf dem Envio-Gelände.

In einem Falle wurden PCB-Werte festgestellt, die den Referenzwert um das Dreifache überschreiten. Die Experten sehen dabei einen "deutlichen Zusammenhang" mit der PCB-Firma Envio. Einer der Betroffenen mit besonders auffälligen Werten arbeitete selbst bei Envio, fünf andere im unmittelbarem Umfeld, wie Dr. Annette Düsterhaus als Leiterin des städtischen Gesundheitsamtes berichtete. Sie stellte gestern die Ergebnisse von 135 weiteren Blutuntersuchungen von Firmen-Mitarbeitern aus dem Dunstkreis von Envio vor. Sie entsprechen dem Bild der bisherigen Analysen. Knapp die Hälfte der 135 Untersuchten hat unauffällige Werte, 50 Personen haben leichte Auffälligkeiten mit Werten knapp oberhalb der Nachweisgrenze. Sie können auf eigenen Wunsch in das Nachsorge-Programm der Berufsgenossenschaft aufgenommen werden.Deutlich unter Werten von Envio-Mitarbeitern In 21 Fällen gab es auffälligere Werte. "Aber alle liegen deutlich unter denen der Envio-Mitarbeiter", betont Düsterhaus. Bei ihnen wurden bekanntlich bis zu 25.000fach erhöhte PCB-Werte im Blut festgestellt. Insgesamt liegen nun von 387 Blutuntersuchungen die Ergebnisse vor, 158 stehen noch aus. Die Analyseergebnisse der 90 Blutproben von Anwohnern und Kleingärtnern sollen nach den Sommerferien vorliegen, kündigte Düsterhaus an. Zugleich wurden an diesem Donnerstag 50 weitere Blutproben von Anwohnern aus dem Hafenumfeld genommen, die sich in den vergangenen Wochen beim Gesundheitsamt gemeldet haben.Neue Untersuchungstermine Weitere Untersuchungen werden angeboten und können mit dem Gesundheitsamt u.a. unter Tel. 0231/50-23578 vereinbart werden. Bei der zuständigen Berufsgenossenschaft sind inzwischen rund 400 Betroffene registriert, die in das Untersuchungsprogramm aufgenommen werden sollen. Darunter sind 60 Envio-Mitarbeiter und zehn Angehörige von Beschäftigten.

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