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Zahl der Fahrrad-Diebstähle in Dortmund verdoppelt sich

Professionelle Banden?

Täglich verschwinden in Dortmund Fahrräder - die Diebstahlszahlen sind explodiert. Seit 2014 haben sie sich nahezu verdoppelt. Die Polizei vermutet, dass professionelle Banden dahinterstecken. Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

DORTMUND

, 28.07.2015
Zahl der Fahrrad-Diebstähle in Dortmund verdoppelt sich

Von diesem Fahrrad am Wall haben Diebe nicht viel übrig gelassen.

Wie viele Fahrräder sind 2014 in Dortmund verschwunden?

4404 Räder sind im vergangenen Jahr in Dortmund gestohlen worden. 2013 waren es noch 2205 Fälle – das bedeutet einen Anstieg um 99,73 Prozent. Dabei waren die Fallzahlen in den Jahren zuvor sogar rückläufig, sagt Polizeisprecher Gunnar Wortmann. Für das laufende Jahr teilt die Polizei noch keine Zahlen mit, es sei aber ein leichter Rückgang zu beobachten. „Wir befinden uns aber immer noch auf einem hohen Niveau“, sagt Wortmann.

Wie sieht es in anderen Städten aus?

Im deutschlandweiten Vergleich gehört Dortmund zu den 30 Diebstahl-Hochburgen. Angeführt wird die unrühmliche Hitliste von Cottbus, Magdeburg und Münster. Fahrraddiebstähle haben sich dabei nach Ladendiebstählen und Diebstählen aus Autos auf Platz drei der häufigsten Diebstahlsdelikte vorgearbeitet. 

Warum häufen sich die Diebstähle?

„Wir haben festgestellt, dass professionelle Banden auch in Dortmund unterwegs sind. Das könnte ein Erklärungsansatz sein“, sagt Polizeisprecher Gunnar Wortmann. Die Räder würden nicht allein ins Ausland und wie früher auf Flohmärkten verscherbelt, sondern vermehrt über Kleinanzeigen-Portale im Internet. 

Wie oft kommt die Polizei den Tätern auf die Spur?

Die Aufklärungsquote dieser Massendelikte ist mit 6,24 Prozent (2013 waren es 7,98 Prozent) niedrig. Kein Wunder: Der Diebstahl dauert nur Sekunden, die Täter hinterlassen in der Regel keine Spuren, geknackte Schlösser werden mitgenommen. Ein weiteres Problem: Gefundene Räder können nicht zugeordnet werden. 

Was ist das Problem?

Wortmann: „Vor einiger Zeit haben wir 40, 50 Fahrräder sichergestellt. Doch wenn die Herkunft nicht bekannt ist, können wir sie ihren Besitzern nicht zurückgeben.“ Viele wüssten lediglich Marke und Größe ihres Fahrrads, wichtig für die Identifizierung wäre aber die Rahmennummer. „Sonst gehen offensichtlich gestohlene Räder letztendlich sogar an den Hehler zurück.“ 

Was rät die Polizei?

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