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Zeltspezialist Marco Hahn erhält den Westfälischen Handelspreis

Dortmunder Unternehmen

Der Westfälische Handelspreis geht dieses Jahr an den Dortmunder Zelthersteller Marco Hahn. Dabei hatte der Preisträger am Anfang seines Berufslebens herzlich wenig mit Zelten zu tun.

Dortmund

, 11.10.2018
Zeltspezialist Marco Hahn erhält den Westfälischen Handelspreis

Marco Hahn (2.v.l.) ist Preisträger des Westfälischen Handelspreises 2018. Mit ihm freuen sich hier Thorsten Macke (Nationalbank), Thomas Schäfer, der durch die Veranstaltung führte, und Heinz-Herbert Dustmann (v.l.). © Britta Linnhoff

Marco Hahn ist der diesjährige Preisträger des Westfälischen Handelspreises. Der mit 5000 Euro dotierte Preis der National-Bank und des Handelsverbands Westfalen-Münsterland wurde am Mittwoch im Beisein zahlreicher Gäste im Westfälischen Industrieklub in Dortmund vergeben. Zwei Stunden lang spannte der Industrieklub die vier Kandidaten auf die Folter: In der ersten Reihe saßen neben Marco Hahn noch Melanie Riepe, Christof Schmersträter sowie Petra und Ulrich Schock.

„Mein Herz schlägt bis zum Hals“, sagte Marco Hahn nach der Preisvergabe. Das hat es – wie er bekannte – allerdings auch schon vorher getan. Ob er sich Chancen ausgerechnet habe auf den Preis, der zum 17. Mal vergeben wurde? „25 Prozent“, lacht er. Kein Gefühl, sondern reine Mathematik. Seine Frau Katja hatte dabei im Vorfeld aufs Gefühl gesetzt: „Ich hatte ein gutes“, sagt sie. Sie sollte Recht behalten.

Vier gehörten zum erlesenen Kreis der Nominierten

„Vier großartige Unternehmer sind hier versammelt“, betonte Heinz-Herbert Dustmann, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Dortmund. „Sie haben es alle verdient“, fügte er hinzu und sagte, direkt an die vier Kandidaten gewandt: „Sie alle gehören zum erlesenen Kreis der Nominierten. Allein die Nominierung ist schon eine Auszeichnung“, sagte er.

Wie die Kandidaten sich gerade in der ersten Reihe fühlten, konnte Dustmann gut nachvollziehen: Vor neun Jahren gehörte er zu ihnen, saß als Kandidat in der ersten Reihe.

Campingspezialist zeltet auch in seiner Freizeit gerne

2018 stimmt die Jury für Marco Hahn. Der 44-Jährige ist ein Zeltspezialist, bietet alles an, was mit Camping, Reisen und Freizeit zu tun hat. Die Liebe fürs Campen hat längst auch seine Freizeit erobert. Die nutzt er so manches Mal, um Produkte zu testen. „Wenn ich etwas mache, dann mache ich das richtig“, betont der Familienvater. Der Preis ist Beweis dafür, dass ihm das offenbar gelungen ist.

Ursprünglich gelernt hat er Zweiradmechaniker, stieg dann aber irgendwann in den elterlichen Betrieb ein und übernahm ihn 2008 von seiner Mutter. Heute zählt das Unternehmen mit Sitz in der Nähe des Phoenix-Sees 25 Köpfe, darunter vier Auszubildende. Einer von ihnen ist ein 20-jähriger Flüchtling aus Bangladesch. Heinz-Herbert Dustmann wollte wissen, wie es läuft. Klare Antwort: „Super“.

Nominiert waren zudem Melanie Riepe mit ihrem BH-Beratungsgeschäft „Obenrum“ in Hamm, Christof Schmerstäter vom gleichnamigen Herrenmodengeschäft in Werne sowie Petra und Ulrich Schock vom gleichnamigen Sanitätshaus.

Erfolg beginnt im Kopf

Viel Beifall gab es auch für Unternehmensberater Dr. Achim Pothmann und sein Vortrag „Alles beginnt im Kopf: Wie man zu unternehmerischen Spitzensportlern wird“. Unternehmer, sagte Pothmann, bräuchten „ein Ziel im Kopf“ und „Reflektionsphasen“ wie Sportler „Regenerationsphasen“. Das mit dem Ziel im Kopf scheint bei Preisträger-Familie Hahn fest verankert. Die Eltern haben unternehmerischen Erfolg, und auch Tochter Carlotta (8) hat ihr Ziel klar definiert: „Wimbledon-Siegerin werden“.

Die Jury begründete die Preisvergabe unter anderem mit diesen Worten: „Der Preisträger 2018 ist ein Beispiel für alle Einzelhändler, wie man durch ständiges Hinterfragen und Weiterentwickeln der eigenen Person und des eigenen Unternehmens eine Erfolgsgeschichte schreiben kann. Wichtig ist nicht nur fachliche Kompetenz durch eine fundierte Ausbildung, sondern auch Mut Dinge anders zu machen, neue Wege zu gehen und auch abseits des eigenen Kerngeschäfts die Augen und Ohren offen zu haben.“
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