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Zeugin erneut befragt

12.12.2007

Äußerlich gelassen verfolgte der mutmaßliche Vergewaltiger und Zuhälter (38) einer 15-jährigen Prostituierten (wir berichteten) gestern, wie im Prozess vor der 35. Strafkammer schwere Vorwürfe gegen ihn erhoben wurden.

Eine Zeugin, die ebenfalls zumindest sporadisch auf dem Straßenstrich arbeiten soll, hatte sich im Anschluss an ihre Vernehmung vergangene Woche erst an einen Gerichts-Wachtmeister und anschließend an Oberstaatsanwältin Dr. Ina Holznagel gewandt. Was diese hörten, klang alarmierend: Sie habe bei ihrer Befragung nicht in allen Punkten die Wahrheit sagen können, weil sie Angst vor dem Angeklagten habe. Seit der Mann aus der U-Haft entlassen worden sei, habe er sie schon mehrmals aufgesucht. Außerdem fühle sie sich von Männern aus dem Umfeld des 38-Jährigen bedrängt und bedroht.

Oberstaatsanwältin Holznagel beantragte deshalb gestern die erneute Befragung der Zeugin - diesmal jedoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit und auch in Abwesenheit des Angeklagten. Das Gericht folgte den Anträgen. Man habe unter den Zuhörern mindestens fünf Männer ausgemacht, die zum Umfeld des Angeklagten zählten und die Zeugin möglicherweise durch ihre bloße Anwesenheit einschüchterten, hieß es.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im Sommer 2006 eine Prostituierte ausgebeutet und zusammen mit anderen Männern vergewaltigt zu haben. Der Prozess wird fortgesetzt. von

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