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Zu dünne Personaldecke im Ordnungsamt

DORTMUND Der Personalrat der Stadtverwaltung macht wegen der angespannten Personallage bei Ordnungsamt und Bürgerdiensten Druck auf die Verwaltungsspitze: Die Dienstvereinbarung für die Servicestellen im Stadthaus und den Bezirksverwaltungsstellen, die u.a. die Öffnung an Samstagen regelt, wurde von der Beschäftigten-Vertretung vorzeitig gekündigt. Sie läuft nach einer Übergangsfrist nun Ende 2010 aus.

von Von Oliver Volmerich

, 14.08.2008
Zu dünne Personaldecke im Ordnungsamt

Die Bürgerdienste International im Innenhof des umgebauten Stadthaus-Komplexes sorgen für Personalengpässe.

Die Dienstvereinbarung passe nicht mehr auf die aktuellen Verhältnisse im Stadthaus insbesondere nach Einrichtung der Bürgerdienste International in der Regie des Ordnungsamtes, erklärt Personalrats-Vize Andreas Grehl. Für Unmut sorgt vor allem die dünne Personaldecke im Ordnungsamt. Mehr als zehn Stellen seien nicht besetzt, dazu kämen Krankheitsfälle, die zum Teil auch durch den enormen Arbeitsdruck bedingt seien, betont Grehl. Obendrauf komme die geforderte Kürzung der Personalausgaben um 2,5 Prozent pro Jahr ab 2009. Für Grehl gibt es deshalb nur eine Alternative: Entweder Standards senken und Aufgaben abgeben oder das Personal aufstocken. Soweit will Wilhelm Steitz, als Dezernent sowohl für Ordnungsamt wie Bürgerdienste zuständig, nicht gehen. „Ich bin mir mit dem Personalrat einig, dass die personelle Situation in einigen Abteilungen des Ordnungsamtes schwierig ist“, erklärt Steitz. Aufgaben einzuschränken sei aber keine Alternative. „Schließlich ist der Bürgerservice das Herz der bürgerfreundlichen Verwaltung“, so der Dezernent. Deshalb wolle er sich bei der Kämmerin und Personaldezernentin dafür einsetzen, den Personalbedarf insbesondere bei den Bürgerdiensten International neu zu bewerten. Ganz nach dem Motto: „Wenn es mehr Aufgaben gibt, muss auch das Personal erhöht werden.“   Zudem sieht Steitz noch Kompensationsmöglichkeiten durch verstärkten Technikeinsatz etwa bei der Termin-Koordinierung. Nach dem Umzug der Ausländerbehörde ins Stadthaus müsse sich vieles erst noch einspielen. Kurzfristige Hilfe verspricht der Dezernent mit Blick auf das Ausscheiden von vier der 26 Mitarbeiter des Ordnungsamtes, die mit der Polizei als Ordnungspartner Streife gehen. Steitz: „Ich gehe davon aus, dass die Stellen ohne langes Zögern wiederbesetzt werden.“

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