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Zwölfjähriger ohne Lampenfieber auf der Bühne

Comedy-Nachwuchs aus Dortmund

Wo andere Angst haben, bleibt Jannis Petersmann aus Dortmund locker. Der zwölfjährige Nachwuchs-Comedian feiert erste Erfolge auf der Bühne und lernt Lektionen.

von Birgit Mader

Aplerbeck

, 20.02.2018
Zwölfjähriger ohne Lampenfieber auf der Bühne

Jannis Petersmann bei seinem Auftritt in der Aula des Gymnasiums an der Schweizer Allee. © Rüdiger Barz

Schon als er in der fünften Klasse war, hat er mitgemacht: beim „Naturtalent-Wettbewerb“ am Gymnasium an der Schweizer Allee (GadSA). Schon damals, vor zwei Jahren, machte Jannis Petersmann Comedy. Er ist dabei geblieben.

„Orientiert habe ich mich an den Gags von Otto Waalkes. Damals habe ich allerdings noch vom Blatt abgelesen“, sagt der Zwölfährige. In der sechsten Klasse schwenkte er inhaltlich um auf Texte von Comedian Ralf Schmitz, den er großartig findet und bereits mehrfach live gesehen hat.

Er schrieb Teile des aktuellen Programms von Ralf Schmitz

In diesem Jahr nun beschloss Jannis erst drei Tage vor dem Bewerbungsschluss, sich erneut an dem internen Wettbewerb des Aplerbecker Gymnasiums Ende Januar zu beteiligen. Er schrieb Teile des aktuellen Programms von Ralf Schmitz („Schmitzenklasse“) um, das rasant durch die Bibelgeschichte führt – anhand von bekannten Fernsehsendungen oder auch Werbeanzeigen.

So passt Noahs Schiffsbau zu „Tiere suchen ein Zuhause“ und auf den Satz „Guten Tag, mir fehlt ´ne Rippe“ lautet der Trost, da gebe es sicher „was von Ratiopharm“. „Ich habe mir überlegt, welche Sendungen das Publikum wohl gut kennt.“ Innerhalb kürzester Zeit lernte Jannis seinen Text auswendig.

Zwölfjähriger ohne Lampenfieber auf der Bühne

Der Hobby-Comedian zeigt ein gemeinsames Foto mit seinem Vorbild Ralf Schmitz © Birgit Mader

Als es auf die Bühne ging, klopfte sein Herz dann doch. „Ich war der Erste, der auftrat.“ Sein Vortrag gefiel so sehr, dass er den Publikumspreis gewann. „Ich war noch vor der Aula, als das verkündet wurde, und die Leute haben alle meinen Namen gerufen. Das war echt ein toller Moment“, sagt er strahlend.

Auftreten macht keinen Stress

Beim zweiten Auftritt rollte sein Mikrofon in den Klavierkasten, aber das mit dem Improvisieren hat man als Comedian-Nachwuchs ja drauf. „Ich weiß auch nicht, warum mir das Auftreten überhaupt keinen Stress macht“, sagt der Siebtklässler locker. Im kommenden Jahr will er wieder mitmachen beim „Naturtalent-Wettbewerb“. Eines ist sicher: Es wird witzig.

Der „Naturtalent-Wettbewerb“ wird jährlich vom Abiturjahrgang des Gymnasiums an der Schweizer Allee organisiert. Er soll Talenten an der Schule eine Auftrittsmöglichkeit geben und erlaubt dabei alle Arten der künstlerischen Darstellung.
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