Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung

easyJet: Neues Personal spricht nur Englisch

DORTMUND Das wäre nicht gerade die feine englische Art: Nach Gewerkschaftsangaben will der easyJet seine 116 Mitarbeiter nach dem angekündigten Teilrückzug aus Dortmund nicht nur schnell loswerden, sondern teilweise wieder durch englisches Personal ersetzen.

von Von Achim Roggendorf

, 17.08.2008
easyJet: Neues Personal spricht nur Englisch

Sorgt erneut für negative Schlagzeilen: der Billigflieger easyJet.

Der Billigflieger biete zwar seinem fliegenden Personal Ersatzarbeitsplätze an, erläuterte Cornelia Hintz von verdi. Dafür müssten sie der Westfalen-Metropole aber „Lebewohl“ sagen. Im Angebot: London, Paris und Mailand. „Für Flugbegleiter, die eher kleines Geld verdienen und in Dortmund zu Hause sind, dürfte so ein Umzug kaum in Frage kommen“, fürchtet Hintz.

Damit nicht genug: Gerüchten zufolge bleibt eine easyjet-Maschine in Dortmund vorerst stationiert. Angeblich will der Flieger ohne Schnickschnack auf diese Weise verhindern, dass er Subventionen an den Flughafen zurückzahlen muss. Das Personal käme dann aus dem Hotel. Hintz will erfahren haben, dass diese Mitarbeiter ständig wechseln und nur Englisch sprechen können. „Das wäre natürlich eine deutliche Verschlechterung des Services an Bord. Gerade ältere Reisende sprechen und verstehen die Sprache nicht.“

Betroffene haben diese Überlegungen im Gespräch mit unserer Zeitung bestätigt. Wie es heißt, müssen sie sich bis heute dazu äußern, wohin sie wechseln wollen. Wer das Unternehmen verlassen will, muss sich bis zum 11. September erklären. easyJet-Sprecher Oliver Aust hatte erst kürzlich versichert, dass die Airline allen Mitarbeitern Arbeitsplätze an anderen Standorten, beispielsweise Berlin, anbieten wird. Nach den Worten von Gewerkschafterin Hintz stand die Bundeshauptstadt aber nie wirklich zur Debatte. 

Lesen Sie jetzt