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Formation Freakcited

Dortmunder Hip-Hop-Formation will ins EM-Finale

DORTMUND In Polen und der Ukraine kämpfen gerade Deutschlands beste Fußballer um den EM-Titel. In Dortmund bereiten sich währenddessen die besten Hip-Hopper des Landes auf ihre Europameisterschaften in Kopar (Slowenien) vor.

Dortmunder Hip-Hop-Formation will ins EM-Finale

Coole Moves, cooler Blick: Die Hip-Hop-Formation »Freakcited« der Tanzschule Gödde vertritt die deutschen Farben bei der Europameisterschaft in Slowenien vom 12. bis 15. Juli.

Die Formation „Freakcited“ der Tanzschule Gödde hat sich zum ersten Mal für die Titelkämpfe qualifiziert. Wir haben sie im Training besucht.

Die Hosen sind weit, die Caps sitzen mit dem Schirm nach hinten auf dem Kopf – Dortmunds Hip-Hopper sind cool. Und extrem sportlich. Sie springen, gleiten und schütteln ihre durchtrainierten Körper. Mal rasant, mal sexy, mal lässig. „Wir sind gut“, sagt Trainerin Arleta Pupka (28). So gut, dass sich die Formation im nationalen Vergleich gegen 80 andere Teams behauptete und am Wochenende noch nebenbei den Titel bei Westdeutschen-Meisterschaften absahnte.  

 Am 14. Juli springen, gleiten und schütteln sie für Deutschland bei der Europameisterschaft. Ein Riesen-Erfolg für das junge Team, das erst seit zwei Jahren besteht.  Arleta Pupka, die neben dem Tanz-Training gerade an ihrer Diplom-Arbeit in Psychologie schreibt, hat die Gruppe zusammen mit Christoph Bachmann in der Tanzschule Gödde aufgebaut. Der 23-Jährige tanzt seit sechs Jahren auf internationalem Parkett, war schon Europameister und Vize-Weltmeister. Im letzten Jahr ertanzte er sich im Duo die Goldmedaille bei der EM. In Slowenien kämpft er im Solo, also alleine um Gold, Silber und Bronze. Seine Chancen? „Ich will ins Finale.“

 Dabei hatte sein erster Trainer dem damals noch kleinen Christoph kein Talent bescheinigt. „Meine Knochen waren wohl etwas steif“, meint Christoph Bachmann. Von steifen Knochen ist jetzt nichts mehr zu sehen, wenn der Tänzer, der im normalen Leben Industriekaufmann ist, über die Tanzfläche schwebt.  „Er ist eine Wolke“, sagt auch Peter Hühner, Inhaber des Tanzstudios Gödde, heute über Bachmann. Zusammen mit Arleta Pupka (Hühner: „Eine echte Frontfrau“) sei das Trainer-Team ein echter Glücksgriff für die Tanzschule und damit auch für die Dortmunder Hip-Hop-Szene.

 In Slowenien müssen die insgesamt 21 Tänzer von „Freakcited“ gegen rund 30 Teams aus ganz Europa antreten. „Das wird hart“, glaubt Christoph Bachmann. Kein Wunder, dass das Trainer-Team ihre Tänzer in den kommenden Wochen bis zu zehn Stunden Training pro Woche angesetzt haben.  Was spricht für die Dortmunder? „Wir sind vielfältige Hip-Hopper“, sagt Arleta Pupka. Was sie meint: In ihrer dreiminütigen Choreographie verbinden sie verschiedene Richtungen. New Style, Old School oder Gangster –  die Dortmunder schaffen es, dass diese Stile nicht nur cool klingen, sondern auch richtig gut aussehen. Die EM kann kommen. 

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