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Dortmunder sammelt den Klang des Ruhrgebiets

Audio-Slideshow

Die Sirene auf der Zeche heult, die Straßenbahn quietscht auf der Kampstraße, in der Brauerei klirren die Bierflaschen. Töne wie diese verschwinden nach und nach aus unserer Heimat. Der Dortmunder Richard Ortmann fängt diese Geräusche ein, bewahrt sie auf. In unserer Audio-Slideshow stellen wir ihn vor.

NEUASSELN

, 04.02.2014

Richard Ortmann aus Neuasseln liebt das Ruhrgebiet, die Brauereien, die Stahlwerke und die Zechen, das Quietschen der Straßenbahnen und den Klönschnack in der Pommesbude. Der 59-Jährige ist Saxophonist und Schlagzeuger und zog zunächst wegen der Musik mit einem Tonbandgerät durch die Stadt. Ortmann wollte Musik mit und aus der Stadt machen. Er nahm die Töne der Stadt aus Fabriken und Hallen auf und verarbeitete sie.4000 Minuten Strukturwandel Anfang der 80er-Jahre bog der Strukturwandel auf die Zielgerade: „Und da veränderte sich die Geräuschlandschaft auch“, sagt Ortmann: „Da sitzt man samstagnachmittags beim Fußball auf dem Balkon, und in der Halle nebenan wird eben nicht mehr gefräst, gehämmert und geschweißt.“ Dreißig Jahre später hat Richard Ortmann über 4000 Minuten Tonmaterial aus dem Ruhrgebiet, darunter seltene Aufnahmen unter anderem aus der ersten Reihe vom Kohleabbau unter Tage. 

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