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Dr. Oetker weist Vorwürfe zurück

BIELEFELD Der Nahrungsmittelhersteller Dr. Oetker hat Vorwürfe wegen angeblich erhöhter Werte der leberschädigenden Substanz Cumarin in Frühstücksprodukten zurückgewiesen. Die Werte der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch seien falsch, teilte die Dr. August Oetker Nahrungsmittel KG am Donnerstag in Bielefeld mit.

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Dr. Oetker wies den Vorwurf erhöhter Cumarin-Werte in Frühstücksprodukten zurück.

Dr. Oetker wies den Vorwurf erhöhter Cumarin-Werte in Frühstücksprodukten zurück.

Prüfungen der beanstandeten Produkte durch unabhängige Institute in Niedersachsen und Hamburg hätten ergeben, dass die deutsche Aromenverordnung eingehalten werde. Foodwatch hatte nach eigenen Angaben unter anderem in „Vitalis Crunchies Zimt“ von Dr. Oetker bis zu siebenmal mehr Cumarin nachgewiesen als in der Aromenverordnung erlaubt ist.

Unter dem Grenzwert

Laut den neuen Untersuchungen liege der Cumarin-Gehalt der „Vitalis Crunchies Zimt“ weit unter dem in der Aromenverordnung angegebenen Grenzwert von zwei Milligramm je Kilogramm, teilte Dr. Oetker mit. Ermittelt sei ein Wert von weniger als einem Milligramm Cumarin je Kilogramm.

Foodwatch hatte bei dem Frühstücksmix jedoch 15 Milligramm Cumarin pro Kilogramm festgestellt. Die Werte für den Dr. Oetker-Milchreis Apfel-Zimt liegen laut Hersteller „im Rahmen der Messtoleranz“. Die von Foodwatch angegeben Werte stünden auch im Gegensatz zu eigenen Messungen.

"Cini Mini"

Foodwatch hatte außerdem nach eigenen Angaben im Nestlé-Produkt „Cini Mini“ erhöhte Cumarinwerte festgestellt. Ein Nestlé-Sprecher sagte, die Aromenverordnung finde keine Anwendung, weil der Zimt als natürliches Gewürz und nicht als Aroma verwendet werde. Das Produkt sei für Verbraucher unbedenklich.

Cumarin ist nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) ein natürlicher Aroma- und Duftstoff. In höheren Konzentrationen komme er beispielsweise in Zimtsorten wie Cassia vor. Der teurere Ceylon-Zimt enthalte dagegen nur geringe Mengen der Substanz.

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