Draisine löst Zugunfall aus

19.02.2018, 18:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rettungskräfte und Polizei waren im Einsatz bei dem Zugunglück in Höhe der Kanalbrücke am Preußenhafen. Rechts steht der Ersatzzug für die Fahrgäste.Quiring-Lategahn

Rettungskräfte und Polizei waren im Einsatz bei dem Zugunglück in Höhe der Kanalbrücke am Preußenhafen. Rechts steht der Ersatzzug für die Fahrgäste.Quiring-Lategahn © Foto: Quiring-Lategahn

So hatten sich die 81 Passagiere der Eurobahn ihre Fahrt nach Dortmund sicher nicht vorgestellt. In Höhe der Kanalbrücke am Preußenhafen musste der Zug gestern gegen 13.12 Uhr eine Vollbremsung einlegen. Der Lokführer hatte eine Draisine, ein Hilfsfahrzeug auf Schienen, auf dem Gleis gesehen. Er nahm auch zwei dunkel gekleidete Jugendliche wahr, die rechtzeitig abgesprungen und geflüchtet waren. Bei der Schnellbremsung verkeilte sich die Draisine unter dem Triebwagen. Zum Glück blieben die 81 Fahrgäste und der Lokführer unverletzt. Die Bahnstrecke wurde komplett gesperrt und ein Notverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Passagiere der Eurobahn konnten währenddessen in einen Ersatzzug umsteigen. Feuerwehrleute hatten die Draisine mit einer Flex zerlegt und unter dem Zug hervorgeholt. Die Eurobahn fuhr in eine Werkstatt, wo sie auf Schäden untersucht wurde. Die Bundespolizei hat inzwischen ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Zugverkehr eingeleitet. Wie ein Sprecher mitteilte, wolle man herausfinden, woher die Draisine kam. Die Ermittlungen konzentrierten sich auf den Bahnhof Preußen, von wo das Gerät vermutlich widerrechtlich entfernt worden sei.

Magdalene Quiring-Lategahn