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Dramatik pur: Acht Tore, zwei Elfmeter und ein Platzverweis

Westfalenliga: Bochumer Stadtderby

Die 343 Zuschauer in der Lohrheide kamen voll auf ihre Kosten. Als Schiedsrichter Christoph Schneider nach 93 Minuten abpfiff hieß es zwischen der SG 09 Wattenscheid und der DJK TuS Hordel 4:4 (2:3)-unentschieden.

WATTENSCHEID

von Von Martin Jagusch

, 15.08.2010
Dramatik pur: Acht Tore, zwei Elfmeter und ein Platzverweis

Eine kampfbetonte und torreiche Begegnung lieferten sich die SG 09 Wattenscheid (schwarze Trikots) und die DJK TuS Hordel mit Serdar Bastürk.

Beide Mannschaften verzichteten auf ein Abtasten und spielten forsch nach vorne. Bereits nach vier Minuten hämmerte Ridvan Güylerüz das Leder zur Wattenscheider Führung in die Maschen. Der Aufsteiger aus Hordel schlug jedoch umgehend zurück. Flanke Kevin Rudolph und Dennis Wojtakowski spritzte in der Hereingabe - 1:1 (7.). Nun drehte die Elf von Frank Wagener richtig auf. Nach einem überflüssigen Foul von Kevin Adade an Patrick Rudolph gab es Freistoß und Bruder Kevin ließ Hordel aus 20 Metern jubeln. Damit nicht genug. Der völlig indisponierte Adade brachte nach 18 Minuten Philipp Dragicevic im Strafraum zu Fall. Theo Chatsiioannidis ließ 09-Torwart Lukas Fronczyk beim folgenden Elfmeter keine Abwehrchance. Erst ein überflüssiger Rempler im Strafraum von Max Wagener im Kopfballduell gegen Carsten Sichler brachte die Gastgeber zurück ins Spiel. Den erneuten Strafstoß verwandelte Issa Issa zum 2:3-Halbzeitstand (41.).Wattenscheid drängte Auch nach der Pause ging es munter weiter. Hordel wurde zunehmend in die Defensive gedrängt. Erneut Issa Issa war es, der alleine auf und davon zog und überlegt zum 3:3 einschoss. Vier Minuten später lag Hordel dann aber wiederum vorne. Ein Freistoß von Kevin Rudolph brachte Mirko Krüger im Tor unter. Der abermalige Ausgleich fiel keine 60 Sekunden später durch Carsten Sichler (63.). Als Hordels Patrick Rudolph dann nach einer Ampelkarte das Feld verlassen musste (76.) entwickelte sich ein Wattenscheider Sturmlauf. Hordel wehrte sich mit Macht und hatte bei zwei Pfostenschüssen von Issa Issa auch das nötige Quäntchen Glück.Trainerstimmen Völlig durchnässt, aber mit einem strahlenden Lächeln kehrte Hordels Trainer Frank Wagener nach dem Schlusspfiff in die Kabinen zurück: „Das war ein richtig gutes Spiel mit hohem Tempo und einer ordentlichen Portion Spannung. Die Hinausstellung des ansonsten sehr guten Schiedsrichters an Patrick Rudolph halte für ungerecht. Es ist normal, dass man gegen die sehr guten Wattenscheider unter Druck gerät. Aber gerade in Unterzahl hat meine Mannschaft klasse dagegen gehalten und sich den einen Punkt auch verdient.“ Sein Gegenüber André Pawlak trauerte dagegen einem möglichen Sieg in der Schlussphase nach: „Da hätten wir das Spiel gewinnen müssen. In der Abwehr haben wir viele Stellungsfehler gehabt. Immer können wir auch nicht vier Tore schießen. Aber ich wusste um die Offensivqualitäten meiner Mannschaft. Mir war klar, wenn wir die Ordnung behalten, dann werden wir auch unsere Chancen bekommen. Wir haben aber gerade nach dem 3:4-Rückstand eine tolle Reaktion gezeigt, andere Mannschaften wären mausetot gewesen. In der Schlussphase bin ich, gerade bei den Pfostentreffern von Issa Issa, mindestens um zehn Jahre gealtert.“SG 09 Wattenscheid:Fronczyk, Kljajic, Adade (33. Keller), Sarisoy, Güleryüz (82. Mouelle), Erdmann, Sichler, El-Lahib (42. Rudnik), I.Issa, Kemler, Davulcu.DJK TuS Hordel:Felbick, Thormann, Chatsiioannidis, M.Wagener, Dunklau (59. Sell), K.Rudolph (75. Nehlson), Dragicevic (31. Wilhelm), Bastürk, Wojtakowski, Krüger, P.Rudolph.Tore:1:0 (4.) Güylerüz, 1:1 (7.) Wojtakowski, 1:2 (15.) K.Rudolph, 1:3 (18., 11m) Chatsiioannidis, 2:3 (41., 11m) Issa Issa, 3:3 (58.) Issa Issa, 3:4 (62.) Krüger, 4:4 (63.) Sichler.Bes. Vorkommnis:Ampelkarte für P. Rudolph (76.).