Diese Website verwendet Cookies. Cookies gewährleisten den vollen Funktionsumfang unseres Angebots, ermöglichen die Personalisierung von Inhalten und können für die Ausspielung von Werbung oder zu Analysezwecken gesetzt werden. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung
Anzeige
Anzeige

Dramatischer Einbruch im Wohnungsbau

NRW Der Wegfall der Eigenheimzulage hat zu einem beispiellosen Einbruch (minus 31,4 Prozent) beim Bau von Häusern und Wohnungen in Deutschland geführt. IN NRW fiel der Schwund im Kreis Coesfeld mit einem Minus von 61,3 Prozent besonders heftig aus, wohingegen Bottrop überraschend um 27,6 Prozent zulegen konnte.

Dramatischer Einbruch im Wohnungsbau

Der Anblick von Haus-Baustellen wird landesweit immer seltener.

Somit kann Bottrops Pressesprecher Andreas Pläsken eine Entwicklung schildern, wie sie derzeit in NRW äußerst selten zu beobachten ist. Während landesweit die Zahl der Bauanträge für Häuser und Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel eingeknickt ist, wird in Bottrop fleißig weiter gebaut.

Ein Plus von knapp 28 Prozent vermeldet Pläsken: „Wir sind ja auch ein wenig stolz darauf!.“ Außer Bottrop können in NRW nur Krefeld und Solingen Zuwächse bei den Bauanträgen vorweisen. Für den kleinen Bauboom gegen den Trend hat Bottrop viel getan, junge Familien ebenso wie Senioren umworben, attraktiven Baugrund zu moderaten Preisen ausgewiesen, Lücken im Stadtbild geschlossen – Pläsken kann da einiges aufzählen.

Erdrutschartige Rückgänge

Die meisten NRW-Kommunen dürften nun ein wenig neidisch nach Bottrop schielen: In Dortmund und Hagen etwa sank die Zahl der Bauanträge um 50 Prozent und auch im ländlichen Raum gab es erdrutschartige Rückgänge. So sollen im Kreis Steinfurt 46 Prozent weniger Ein- und Zweifamilienhäuser entstehen, im Kreis Coesfeld rauschte die Zahl solcher Bauanträge gar um 61 Prozent nach unten.

Das dicke Minus ist die Kehrseite des Baubooms vom vergangenen Jahr. Wer eben konnte, hatte damals noch die lukrative, Ende 2005 abgeschaffte Eigenheimzulage mitgenommen – der Run der Last-Minute-Häuslebauer auf die staatliche Förderung brachte so für 2006 der Bauindustrie satte Aufträge wie lange nicht mehr.

Katzenjammer in der Branche

Umso größer ist der Katzenjammer in der Branche nun, da die Eigenheimnzulage Geschichte und die Baulust der Menschen entsprechend zurückgegangen ist. „Für Firmen, die im Eigenheimsektor tätig sind, ist das dramatisch“, stöhnt Jürgen Michel vom Bauindustrieverband NRW. „Wer nur darauf spezialisiert ist, muss jetzt kämpfen.“ 

Anzeige
Anzeige
Das könnte Sie auch interessieren

Wirtschaft

DAX: Schlusskurse im Späthandel am 18.10.2017 um 20:31 Uhr

Frankfurt/Main (dpa) An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im Späthandel am 18.10.2017 um 20:31 Uhr folgende Schlusskurse für die 30 Werte des Deutschen Aktienindex DAX festgestellt.mehr...

Wirtschaft

Hochtief im Rennen um Mautstraßen-Betreiber Abertis

Essen (dpa) Finanzieller Kraftakt für Hochtief: Mit einer 17-Milliarden-Offerte geht das Essener Unternehmen ins Rennen um den spanischen Mautstraßenbetreiber Abertis. Konzernchef Fernandez Verdes sieht bei einem Zusammenschluss nur Vorteile für beide Unternehmen.mehr...

Wirtschaft

Aufbau von Air-Berlin-Transfergesellschaft zieht sich hin

Berlin (dpa) Noch sind die Millionen nicht zusammen, die Tausenden Air-Berlin-Mitarbeitern etwas Luft verschaffen könnten bei der Jobsuche. Die Sorge hat der Vorstandschef persönlich nicht - das bringt ihm Kritik ein.mehr...

Wirtschaft

Neue Fristen für rückwirkende Kindergeldanträge ab 2018

Berlin (dpa/tmn) Kindergeld kann bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres gezahlt werden. Doch nicht immer wissen Eltern das. Ab dem kommenden Jahr sollten sie sich über die Voraussetzungen schnell informieren. Denn für rückwirkende Anträge bleibt dann weniger Zeit.mehr...

Wirtschaft

Soros überträgt 18 Milliarden Dollar an seine Stiftung

New York (dpa) Der US-Milliardär George Soros spendet regelmäßig immense Summen für wohltätige Zwecke. Nun soll der Hedgefonds-Guru den Riesenbetrag von 18 Milliarden Dollar gestiftet haben. Was verbirgt sich dahinter?mehr...

Wirtschaft

GfK: Franzosen und Briten mit mieser Konsumlaune

Nürnberg (dpa) Der "Macron-Effekt" in Frankreich scheint verpufft, die Konsumlaune ist nach einem kurzen Hoch stark rückläufig. In Großbritannien drückt der ungewisse Ausgang der Brexit-Verhandlungen auf die Stimmung. Und in Deutschland zeigt das Konsumbarometer unerwartete Ausschläge an.mehr...