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Drehorgelspieler kurbeln sich ins Guinness-Buch der Rekorde

LÜTGENDORTMUND 36 Gondeln hat das Lütgendortmunder Riesenrad. Und in dem saßen am Freitag tönende Gäste. Ein wenig hölzern zwar aber ungemein wohlklingend. Gemeinsam stellten sie einen Weltrekord auf. Denn ihre Begleiter hatten den Dreh raus.

von Von Matthias vom Büchel

, 22.08.2008
Drehorgelspieler kurbeln sich ins Guinness-Buch der Rekorde

Hoch hinaus, mit einer Hand an der Kurbel. Die Drehorgelspieler schafften es den Sportpalast-Walzer synchron auf 44 Orgeln im Riesenrad zu spielen. Damit kommen sie ins Guinness-Buch der Rekorde.

Wenn das kein Auftakt zur 648. Bartholomäus-Kirmes war: Ein sichtlich begeisterter Friedhelm Hombeck, Vorsitzender der Dortmunder Drehorgelfreunde, strahlte übers ganze Gesicht: "Zehn Jahre lang habe ich davon geträumt, einen Rekord fürs Guinness-Buch der Rekorde aufzustellen, jetzt ist er endlich wahr worden", berichtet er.

In den vergangenen Nächten hat Drehorgelexperte allerdings gar nicht geträumt, sondern wach gelegen. "Immer wieder habe ich überlegt, ob ich auch an alles gedacht habe."

Hatte er: Schon zwei Stunden vor der Eröffnung der Kirmes kamen sie dann aus allen Ecken des Landes. Drehorgelspieler aus Leipzig, Augsburg Bad Kreuznach, Bonn und Köln. Ja sogar ein Drehorgelmann aus den Niederlanden stieg in die Gondel, mit allerfeinster Vadder-Abraham-Melone. "Es sind sogar noch acht weitere Mitstreiter gekommen" freute sich Friedhelm Hombeck.

Doch wie bei einem guten Orchester mussten siuch nun auch die Drehorgeln aufeinander einstimmen. "Es gibt 20er, 37er und 43er Orgeln", erklärte Hombeck und das heißt verschiedene Tonhöhen. Die mussten angeglichen werden. Und das geschieht elektronisch. Denn auch wenn die Orgeln nostalgisch aussehen. in ihnen steckt computertaugliche Technik. Um 15.30 Uhr läuft alles synchron. Dass Riesenrad dreht seine Runden und aus den Gondeln schallen altbekannte Lieder. Wiener Blut, Tulpen aus Amsterdam, Ich hab´ noch einen Koffer in Berlin und dann das Rekordlied: Der Sportpalast-Walzer.

Extra für dieses Lied hat Friedhelm Hombeck jedem Drehorgelspieler eine Trillerpfeife überreicht. Rund drei Minuten ist es geschafft. Kein fieser Ton hat das Ohr gestört: Weltrekord!

Und der musste begossen werden. Wurde er auch, wenn auch mit ein wenig Verspätung. Denn Ehrengast Oberbürgermeister Langemeyer schaffte es nicht pünktlich zum Weltrekord. Machte aber nichts: Gleich zwei Fanfarenzüge haben ihm kurze Zeit später zur Begrüßung einen ordentlichen Marsch.