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Drei Jahre Gefängnis für Einbruch in ein Küchenstudio

WITTEN Mit einem solch harschen Urteil hatte der Angeklagte offenkundig nicht gerechnet: Noch im Gerichtssal wurde der Drogenabhängige am Mittwoch in Gewahrsam genommen, um seine Haftstrafe anzutreten.

von Von Andreas Tietz

, 06.08.2008
Drei Jahre Gefängnis für Einbruch in ein Küchenstudio

Das Land NRW muss ehemaligen Häftling entschädigen.

Zuvor hatte das Schöffengericht unter dem Vorsitz von Richter Bernd Grewer den 29-Jährigen zu einer Gesamtstrafe von drei Jahren Gefängnis verurteilt.

Von Angestelltem überrascht Der Angeklagte hatte gestanden, im Januar 2008 in ein Wittener Küchenstudio eingedrungen zu sein. Dort war er auf der Suche nach Wertgegenständen, die er später "versilbern" wollte. Mit dem Geld wollte der heroinabhängige, vielfach vorbestrafte Mann Drogen kaufen.

Einen Laptop hatte der Angeklagte bereits "mitnahmebereit" zurechtgelegt, als er von einem Angestellten des Küchenstudios überrascht wurde. Schraubendreher aus dem Ärmel geschüttelt Der wähnte zunächst arglos einen neuen Kollegen in dem unbekannten Besucher, wurde aber schnell misstrauisch. Als der Angestellte den 29-Jährigen zur Rede stellte, griff dieser ihn mit einem Schraubendreher an, den er aus dem Ärmel geschüttelt hatte. Der Angestellte konnte dem gegen seinen Bauch gerichteten Stich ausweichen und kam mit einer Schürfwunde davon. Gemeinsam mit Kollegen gelang es dem Mann, den Einbrecher niederzuringen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.

Richter erteilte der Verteidigung eine Absage "Sie nehmen uns offensichtlich nicht ernst", konstatierte Richter Grewer nicht zuletzt auch wegen des mehrfachen Bewährungs- und Therapieversagens des Angeklagten. Er erteilte daher der Verteidigung eine Absage, die um eine Haftverschonung bei sofortigem Therapieantritt ersucht hatte.