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Drei wissenswerte Dinge zu Mineralwasser

Berlin (dpa/tmn) Wenn das Thermometer auf sommerliche Hitzegrade klettert, ist Mineralwasser gefragt wie nie. Doch kaum einer kennt sich mit den Bezeichnungen wirklich aus. Denn Sprudel und Mineralwasser sind längst nicht immer dasselbe. Für letzteres gibt es spezielle Vorschriften.

Für Mineralwasser gelten eine Reihe von Vorschriften - im Restaurant und im Supermarktregal. Auch Babywasser muss bestimmte Anforderungen erfüllen. Drei Dinge, die Verbraucher wissen sollten:

Begriff: Natürliches Mineralwasser ist ein geschützter Begriff. Nach Angaben der Informationszentrale Deutsches Mineralwasser (IDM) ist es das einzige Lebensmittel, das eine amtliche Anerkennung erhält. Natürliches Mineralwasser wird direkt an der Quelle abgefüllt und darf kaum behandelt werden. Erlaubt ist es, dem Wasser Schwefel und Eisen zu entziehen und Kohlensäure hinzuzugeben oder auch zu entziehen. Anders ist es bei Tafel- oder Quellwasser. Beide Wässer besitzen keine amtliche Anerkennung, Tafelwasser wird künstlich hergestellt.

Restaurant: Wer im Restaurant ein Mineralwasser bestellt, muss es am Tisch in der geschlossenen Flasche serviert bekommen. So schreibt es die Mineral- und Tafelwasserverordnung vor. Der Kellner darf die Flasche demnach erst am Tisch öffnen - so soll die Qualität auf dem Weg bis zum Verbraucher gesichert sein.

Babywasser: Spezielle Babywasser haben kaum Vorteile im Vergleich zu anderem Mineralwasser, ergab ein Marktcheck der Verbraucherzentrale Niedersachsen mit sieben Produkten. Diese werden oft in Tetrapaks als Durstlöscher oder zum Breianrühren für Säuglinge angeboten. Der Test ergab: Als Babywasser beworbene Produkte sind bis zu dreimal teurer als herkömmliches Mineralwasser, das ebenfalls zum Zubereiten von Säuglingsnahrung geeignet ist.

Auch auf «normalen» Mineralwasserflaschen steht manchmal der Hinweis: geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung. Das bedeute, dass das Wasser möglichst neutral sei und keine großen Mengen an Mineralien enthalte, erläutert die IDM. Der Hinweis darf auf dem Etikett stehen, wenn bestimmte Höchstwerte an Mineralstoffen nicht überschritten sind. Besser als andere Wässer seien solche nicht - nur anders.

Marktcheck Babywasser

Die Nachfrage nach teurem Premium-Wasser in noblen Glasflaschen steigt. «Der in den vergangenen Jahren zu beobachtende Rückgang der Glasflasche ist gestoppt. Es gibt sogar wieder einen leichten Zuwachs», berichtet Stefan Seip, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM) in Bonn.

Betuchte Glasflaschen-Liebhaber können zu dem angeblichen «Champagner unter den Mineralwässern» in der mit Swarovski-Kristallen besetzten Flasche («Bling») greifen. Das importierte Nobelwasser wird hierzulande zu Preisen von 100 Euro und mehr angeboten.

Während die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen solches Luxuswasser schlicht als «pure Geldmacherei» abtut, kann sich der deutsche Branchen-Sprecher Arno Dopychai eine gewisse Bewunderung nicht verkneifen. «Wir schauen alle neidvoll auf die», meint er.

Auch bei deutschen Regionalbrunnen sind mittlerweile Designer-Flaschen im Trend - allerdings zu deutlich günstigeren Preisen. Angeboten werden die noblen Flaschen meist speziell für die Gastronomie. Der Inhalt sei jedoch identisch mit dem Wasser aus der ganz normalen Standardflasche, versichert Sebastian Brodmann, Sprecher des Regionalbrunnens Stiftsquelle in Dorsten.

Für durchschnittlich 0,02 Cent pro Liter sei dagegen Leitungswasser aus dem Hahn konkurrenzlos billig zu haben, rät Philip Heldt von der Verbraucherzentrale NRW. «Es ist deutlich günstiger, und es wird frei Haus geliefert. Das ist ein unschlagbares Argument», so Heldt. Sinnvoll sei es jedoch, das Wasser zunächst einige Zeit laufen zu lassen.

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