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Landgericht Hamburg

Dreieinhalb Jahre Haft für Todesfahrer von Eppendorf

Hamburg Im März 2011 starben bei einem schrecklichen Unfall in Hamburg-Eppendorf vier Prominente. Der Verteidiger des Todesfahrers plädierte am Dienstag auf Freispruch, der Angeklagte zeigte sich in seinem Schlusswort betroffen. Anschließend wurde er zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Dreieinhalb Jahre Haft für Todesfahrer von Eppendorf

Bei dem Unfall in Hamburg-Eppendorf kamen 2011 vier Menschen ums Leben, drei weitere wurden verletzt. Foto: Fabian Bimmer

Der Todesfahrer von Hamburg-Eppendorf ist am Dienstag zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Mehr als ein Jahr nach dem Horror-Unfall mit vier Toten sprach das Hamburger Landgericht den 40-Jährigen der fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung für schuldig.

 Die Verteidigung hatte zuvor einen Freispruch gefordert. Der epileptische Anfall sei für den 40-jährigen Angeklagten damals tatsächlich aus heiterem Himmel gekommen, sagte Anwalt Ralph-Dieter Briel am Dienstag im Landgericht Hamburg. Die Anklage warf dem 40-jährigen Angeklagten unter anderem fahrlässige Tötung vor. Als Epileptiker habe er sich nicht hinter das Steuer setzen dürfen, war die Anklage überzeugt. Bei dem Unfall im März 2011 starben vier Menschen. Der Angeklagte selbst hatte in seinem Schlusswort betont: „Ich bin kein unverbesserlicher Totraser“. Er werde sich nie wieder ans Steuer eines Autos setzen und habe seine Fahrerlaubnis für immer abgegeben, beteuerte der Angeklagte. „Ich bitte um ein gerechtes Urteil.“ Er sprach auch von tiefer Betroffenheit. „Jeder Tag und jede Stunde ist eine Last“, sagte der 40-Jährige.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von drei Jahren und neun Monaten gefordert, außerdem müsse ihm der Führerschein für immer entzogen werden. Die Nebenklage verzichtete darauf, ein konkretes Strafmaß zu nennen.  Der Angeklagte soll laut Staatsanwaltschaft am 12. März 2011 mit mindestens Tempo 100 über eine rote Ampel gerast sein. Sein Wagen schleuderte in eine Gruppe von Fußgängern und Radlern. Vier Menschen kamen ums Leben, darunter der Sozialwissenschaftler Günter Amendt und der Schauspieler Dietmar Mues. Drei weitere Opfer erlitten Verletzungen. 

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