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Drogen und Randale auf Schulhof?

HUCKARDE Dass sich Kinder und Jugendliche nach Schulschluss und bis in die späte Nacht auf den Schulhöfen der Gustav-Heinemann-Gesamtschule treffen, ist Politik und Polizei bekannt. Neu scheint zu sein, dass dort auch Minderjährige "leichte Drogen" konsumieren und sich zu Sachbeschädigungen hinreißen lassen.

von Von Arndt Brede

, 31.10.2007
Drogen und Randale auf Schulhof?

Nach Schulschluss sollen Jugendliche auf dem Schulhof der Gustav-Heinemann-Gesamtschule leichte Drogen konsumieren, sagen Anwohner. Die Polizei will dem Hinweis nachgehen.

So berichtete es eine Anwohnerin den Huckarder Bezirksvertretern in der Einwohnerfragestunde der Bezirksvertretungssitzung. "Es handelt sich um drei bis vier Jugendgruppen mit 15 bis 17 Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren", sagte sie.

Die Heranwachsenden würden nicht nur durch Lärm (lautes Reden), vulgäre Sprache und Alkoholmissbrauch auffallen, "sondern sie schmeißen Müll in die Sträucher, urinieren in die Büsche, nehmen leichte Drogen und machen Spiegel an Autos kaputt." Auch Gespräche von Anwohnern mit den Jugendlichen hätten nichts genutzt. Und die Polizei komme nach Meldung entweder sehr spät ("Erst nach einer Stunde") oder fahre "zu den falschen Zeiten" Streife.

Taten melden

Bezirksvorsteher Harald Hudy berichtete, dass dieses Thema schon beim "kriminalpräventiven Rat" behandelt worden sei. Dem Gremium also, in dem alle, die im Stadtbezirk Huckarde mit dem Thema Kriminalität beschäftigt sind, vertreten sind. Gleichwohl werde sich der kriminalpräventive Rat weiter um das Thema kümmern. Hudy riet den Anwohnern, wegen möglicher Straftatbestände die Polizei zu benachrichtigen.

Was Polizeidirektor Ulrich Biermann (Foto), Leiter der Polizeiinspektion, nur begrüßt: "Wenn Straftaten gemeldet werden, ist der Streifenwagen auch zügig da, es sei denn, es sind gerade anderswo schwerwiegendere Einsätze." Dann könne es schon mal zu Verzögerungen kommen. Die durchschnittliche Reaktionszeit betrage "zehn Minuten plus-minus zwei bis drei Minuten".

Bezirksbeamter vor Ort

Die Entwicklungen im Bereich der Gesamtschule nach Schulschluss seien bekannt. "Und ich will auch nicht ausschließen, dass die eine oder andere Straftat begangen wird", sagt Biermann. Jedoch seien keine Häufungen von gemeldeten Straftaten zu verzeichnen. Die Polizei sei jedenfalls präsent. Vor allem der zuständige Bezirksbeamte trete regelmäßig in Kontakt mit den Jugendlichen, den Anwohnern und auch mit den Besuchern der Altenbegegnungsstätte. Die sich im Übrigen laut Polizei bisher nicht belästigt gefühlt hätten.

Die Polizei will sich jetzt laut Ulrich Biermann direkt mit den Anwohnern in Verbindung setzen, die sich in der Einwohnerfragestunde an die Bezirksvertretung gewendet hatten.