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Drogendealer muss dreieinhalb Jahre in Haft

Drogen-Prozess

Durch Zufall haben Zoll-Fahnder im Dezember 2017 mehere Kilogramm Drogen in einem Herner Schönheitssalon gefunden. Die Drogen nutzte der 33-jährige Angeklagte auch als Aufputschmittel.

Bochum

, 17.07.2018

Es war der 12. Dezember 2017, als Zoll-Fahnder in dem Nagelstudio in der Herner Innenstadt aufgetaucht waren. Eigentlich hatten die Beamten vor, herauszufinden, ob in dem Studio möglicherweise Schwarzarbeit betrieben wird. In einem zu dem Nagelstudio gehörenden Raum landeten die Ermittler dann einen echten Zufallstreffer. Laut Anklage wurden knapp 200 Gramm Chrystal Meth, eine Tüte mit 2881 Ecstasy-Tabletten (1,1 Kilo) sowie 242 Potenzpillen (Kamagra) sichergestellt. In Griffweite der Drogen und Erektionstabletten lagen zudem ein Schlagring und ein Elektroschocker in Form einer Taschenlampe.

Drogendealer ist ein erfolgreicher Informatiker

Der Angeklagte hatte gleich zu Prozessbeginn auf Anraten seiner Anwälte Michael Emde (Bochum) und Markus Blumenstein (Dortmund) ein umfassendes Geständnis abgelegt. Bei dem Drogendealer handelt es sich um einen hochdekorierten und geschäftstüchtigen Informatiker. Wie es im Prozess hieß, ist der Herner 2014 als bester Master-Student der Ruhr-Uni Bochum ausgezeichnet, im Anschluss an den Abschluss verblüffte der 33-Jährige mit der Idee des Onlinevertriebs von kalorienarmen Glasnudeln. Mit dem Nagelstudio in der Herner Innenstadt hatte der Angeklagte nach eigenen Angaben nur über einen engen Verwandten zu tun. Mit Crystal Meth will sich der Angeklagte vor allem deshalb aufgeputscht haben, um seine Leistungsfähigkeit und Konzentration für seine normale tägliche Programmierer-Arbeit sowie sein paralleles Diätnudel-Projekt zu steigern.

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Das Urteil lautet auf bewaffneten Drogenhandel in einem minder schweren Fall. Weil der Angeklagte zudem selbst seit Jahren drogenabhängig ist, ordnete das Gericht neben der Haftstrafe an, dass er einen Teil der davon in einer geschlossenen Drogen-Entzugs-Klinik verbüßen soll.

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