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Duah beleidigt: Erkenschwick zahlt

Bochum Ein Nachspiel vor der Spruchkammer hatte das Oberliga-Spiel beim VfL Bochum II für die Spielvereinigung Erkenschwick.

Duah beleidigt: Erkenschwick zahlt

Jürgen Duah wurde Opfer von rassistischen Beleidigungen.

Anfang September war der dunkelhäutige VfL-Spieler Jürgen Duahvon einigen Erkenschwicker Zuschauern mit rassistischen Schmährufen beleidigt worden. Dienstagabend tagte die Spruchkammer und verurteilte Erkenschwick zu einer Geldstrafe in Höhe von 300 Euro. Hinzu kommen die Kosten für das Verfahren. Dass der Verein mit der Mindesstrafe davonkam, lag einzig daran, dass SV-Pressesprecher Andreas Giehl die Vorfälle - zumindest teilweise - einräumte. Ansonsten wäre das Strafmaß wohl höher ausgefallen.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte der Bochumer Zuschauer Christian Söndgen. "Ich habe die Beleidigungen aus nächster Nähe mitbekommen. Das konnte ich nicht auf sich beruhen lassen", erklärte er. Söndgen wandte sich an den Verband, der den Fall nun vor die Spruchkammer brachte.

"Geständnis"

Dort bestätigte VfL-Spieler Jürgen Duah die Anschuldigungen, beleidigt worden zu sein. Ein Urteil zu treffen, war dennoch nicht so einfach: Die VfL-Offiziellen, vertreten durch die Nachwuchs-Geschäftsführer Dieter Nickel und Timo Saviano, hatten von den Vorfällen ebenso wenig mitbekommen wie Schiedsrichter Marcel Pelgrim oder Mitarbeiter des Ordnungsdienstes. Und ein Erkenschwicker Vorstandsmitglied bestritt die Anschuldigungen. Erst das "Geständnis" des Erkenschwicker Pressesprechers brachte den Spruchkammer-Vorsitzenden dazu, "nur" die Mindeststrafe zu verhängen - nicht, ohne der Spielvereinigung eindringlich ins Stammbuch zu schreiben, sich mit den eigenen "Fans" auseinanderzusetzen und dafür zu sorgen, dass sich derart rassistische Entgleisungen nicht wiederholen. Sonst drohe eine deutlich höhere Strafe.

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