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Düsen-Zwischenfall an der ISS: «Keine Gefahr für Crew»

Moskau (dpa) Eine Fehlzündung am Auto kann schon mal vorkommen - unangenehm wird es, wenn sie an einer Rakete Hunderte Kilometer über der Erde passiert. Zumindest diesmal verlief wohl alles glimpflich.

Düsen-Zwischenfall an der ISS: «Keine Gefahr für Crew»

Astronautin Samantha Cristoforetti bereitet sich auf die Rückkehr zur Erde vor. Foto: Esa/ Nasa/Handout

Bei Vorarbeiten zum Abkoppeln einer Sojus-Kapsel von der Internationalen Raumstation ISS ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Das Triebwerk der Sojus sei unnormal gestartet und habe die Position der ISS leicht verändert, teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit.

Die Raumstation sei stabilisiert worden, die sechsköpfige Besatzung sei nicht in Gefahr gewesen, hieß es. Die Sojus könne weiterhin für eine Rückkehr zur Erde genutzt werden. Roskosmos habe eine Untersuchung eingeleitet und werde die Ergebnisse bekanntgeben.

Mit der Kapsel sollten an diesem Donnerstag die Italienerin Samantha Cristoforetti sowie der Russe Anton Schkaplerow und der US-Amerikaner Terry Virts vom Außenposten der Menschheit rund 400 Kilometer über der Erde zurückkehren. Über eine mögliche Verschiebung des Termins wegen des Zwischenfalls war zunächst nichts bekannt. Die bereits für Ende Mai geplante Landung der drei Raumfahrer in Kasachstan war verschoben worden, weil eine russische Rakete abgestürzt war.

Erst am Montag hatte die ISS ihre Position verändert: Die Besatzung auf dem Außenposten passte den Kurs leicht an, um eine mögliche Kollision mit Weltraumschrott zu verhindern. Die Crew nutzte dazu die Düsen eines angekoppelten russischen Raumfrachters vom Typ Progress. Die Station war schon mehrfach zu solchen Manövern gezwungen. Zu Schäden kam es bisher nicht. Meist sind es Teile alter Satelliten, die mit Hochgeschwindigkeit durch die Schwerelosigkeit irren.

ISS beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR

Roskosmos-Mitteilung, Russisch

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