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Durch Fußball zurück zum Alltag

SÖLDE Fußball ist oft mehr als nur ein Spiel. Gut, für die einen bedeutet es lediglich eine nette Freizeitgestaltung an der frischen Luft. Für andere ist das Spiel mit der Lederkugel ein großer Schritt in Richtung "normales Leben".

von Von Jörg Bauerfeld

, 03.10.2007
Durch Fußball zurück zum Alltag

Siegfried Müller (VfR Sölde) und Dirk Wittland arbeiten zusammen an der Integration der Jugendlichen.

So auch für einige Jugendliche aus dem evangelischen Jugendhilfezentrum Johannes Falk in Sölde. 36 Bewohner im Alter von 12 bis 19 Jahren haben hier ein neues Zuhause gefunden - Mädchen und Jungen. Alle haben eines gemeinsam: Ein richtiges Familienleben mit einem strukturierten Tagesablauf hat kaum einer bisher kennen gelernt. Frustration, keine Akzeptanz, null Selbstvertrauen. Probleme, die die Jugendlichen mitschleppen.

"Hier lernen sie wieder, sich langsam an einen normalen Tagesablauf zu gewöhnen", erklärt Dirk Wittland, Freizeitpädagoge im Johannes Falk-Heim. Ein regelmäßiger Schulbesuch zählt dazu oder auch Fortbildungsmaßnahmen, die den Weg zu einer Lehrstelle ebnen sollen. Ein ganz wichtiger Faktor, um wieder zurück zu einem geregelten Leben zu gelangen, ist der Sport. "Wir bieten hier ein breites Angebot an", sagt Wittland. Tischtennis, Schwimmen, Aerobic oder Basketball. Topfavorit ist aber der Fußball.

Und da hat das Jugendhilfezentrum mit dem VfR Sölde einen verlässlichen Partner gefunden. Gleich sechs Jugendliche jagen dort dem runden Leder nach. Zwei in der B-Jugend und vier in der neu gegründeten A-Jugend, die von Siegfried Müller trainiert wird.

"Das Vereinsleben hilft bei der sozialen Integration und fördert das Selbstwertgefühl", sagt Dirk Wittland. "Die Jungs lernen sich wieder unterzuordnen, sich an feste Zeiten zu gewöhnen und haben wieder Erfolgserlebnisse." Und es funktioniert.

Daher soll auch die Zusammenarbeit zwischen dem VfR Sölde und dem Jugendhilfezentrum weiter ausgebaut werden.